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ARGUS fordert generelle Öffnung der FUZO


Radler und Fußgänger in der FUZO Schmiedgasse
Radler und Fußgänger in der FUZO Schmiedgasse
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Einen Vorstoß in Richtung Verdichtung des innerstädtischen Radverkehrsnetzes macht die Radlobby ARGUS: Um es noch attraktiver zu machen, mit dem Fahrrad in die City zu kommen, sollen die Fußgängerzonen generell für den Radverkehr geöffnet werden, einige kritische Zonen ausgenommen.

"Wir stellen uns eine ähnliche Lösung wie bei flächendeckend Tempo 30 vor", präzisiert Ben Hemmens, Obmann von ARGUS Steiermark. Gemeint ist damit die Umkehr von Regel und Ausnahme, was auch die Orientierung erleichtern würde: Radfahren soll überall erlaubt sein und nur in wenigen Bereichen klar ersichtlich verboten werden. Grafische Verbotsschilder an den echten Konfliktpunkten wären wohl effektiver als die bisherige Beschilderung, die aus schriftlichen Zusatztafeln an den FuZo-Zugängen besteht.

Zu diesen ausgenommenen Bereichen zählen nach Vorstellung von ARGUS die Herrengasse nördlich der Landhausgasse, die Sporgasse zwischen Ballhausgasse und Hauptplatz, und die Enge Gasse. In der Praxis bedeutet dies, dass künftig die Herrengasse (bis zur Landhausgasse) und der Bereich Jungferngasse/ Fischer von Erlach-Gasse, Mehlplatz/ Färberplatz sowie als neue Ost-West-Achse die Verbindung Landhausgasse - Stempfergasse geöffnet würden. Besonders diese letzte Verbindung könnte die stark befahrene Schmiedgasse erheblich entlasten. Für diese Lösung sprechen auch die Unfallszahlen: Lediglich vier Unfälle mit Personenschaden, an denen RadlerInnen beteiligt waren, ereigneten sich 2004 im FuZo-Mischverkehr (1 Prozent aller Radler-Unfälle). "Beim letzten Radforum mit Stadtrat Rüsch und Kfv-Chef Felber stieß diese Idee auf ein positives Echo", freut sich Hemmens, der nun auf die konkrete Umsetzung drängt.