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Polizei holt Sünder vom Drahtesel "Kleine Zeitung" vom 07.09.2006, Seite 33
| Rund hundert Radler wurden heuer im Sommer in der Fußgängerzone schon zur Kasse gebeten.
Um die Disziplin zahlreicher Radfahrer in Graz ist es nicht gerade bestens bestellt. Nach etlichen Beschwerden haben sich die Beamten der Polizei-Inspektion Schmiedgasse in den Sommermonaten die das Fahrverbot in der Fußgängerzone missachtenden Pedal-Ritter zur Brust genommen. Rund 100 Sünder wurden heuer schon zur Verantwortung gezogen.
"Vor allem die Sporgasse ist in den frühen Vormittagsstunden eine beliebte illegale Radroute. Da wird manchmal ganz schön geglüht, Fußgänger werden gefährdet. Aber auch Beschwerden aus der Herrengasse kommen immer wieder", weiß Chefinspektor Manfred Ambrosch. Deshalb werden im Sommer auch verstärkt Kontrollen durchgeführt. So wurden vorgestern in der Herrengasse innerhalb einer halben Stunde 9 Organmandate verteilt.
Bloßes Abmahnen sei eher wirkungslos, deshalb bitte man die Sünder mittels Organmandat zur Kasse, was 20 Euro ausmacht, sagt Ambrosch: "Es kommt aber nicht selten vor, dass sich die Erwischten weigern, die Strafe zu zahlen. Dann gibt es eine Anzeige." Kürzlich habe ein Ertappter das Rad einfach dem Polizisten vor die Füße geworfen und sei abgehauen. HANS ANDREJ
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