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Teure Heimfahrt "OK" vom 28.11.2006, Seite 2
| Die Abkürzung zu seiner Wohnung musste ein Grazer Student bitter bezahlen. 280 Euro für den "Geister-Radler".
Ein 25-jähriger Grazer Student fuhr am 23. Mai mit seinem BMX-Rad nach Hause. Um 22.47 Uhr bog der Mann gegen die Einbahn in die Haydngasse, wo er wohnt, ein. "Ich wollte nicht um den ganzen Häuserblock fahren. Und weil es ohnehin Nacht und kein Mensch auf der Straße war, bin ich die fünf Meter gegen die Einbahn gefahren." Als dem Studenten ein Auto mit Aufblendlicht entgegenkam, wechselte er auf den Gehsteig und blieb dort direkt vor seiner Haustür stehen. Das Auto war ein Polizeiwagen.
"Die zwei Beamten fragten mich, ob ich was getrunken hätte, weil ich gegen die Einbahn geradelt bin", weiß der 25-Jährige um sein Vergehen Bescheid, ärgert sich aber über die Art der "Einvernahme". Dabei haben die Polizisten nicht einmal die Autotür geöffnet und sind gar nicht ausgestiegen. Schließlich hat der Student seinen Gedanken freien Lauf gelassen: "Haben Sie nichts Besseres zu tun?" Sechs Monate später kam die Strafe: satte 280 Euro. Die Polizeibeamten brummten dem Studenten acht verletzte Rechtsvorschriften auf - von den fehlenden Lichtern bis hin zum Befahren des Gehsteiges. Werner Kundigraber vom Polizei-Stadtkommando: "Wir wissen, dass Drogen-Dealer oder ein Raub wichtiger sind. Aber man kann nicht verlangen, dass die Beamten in dieser Situation wegschauen." MARLENE TRINKER
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