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EU macht der Radstadt Graz nun Beine
"Kleine Zeitung" vom 29.07.2004

Mit dem Urban-Projekt legt der Radwege-Bau im Grazer Westen einen Gang zu. Bis 2006 werden 1,35 Kilometer neu errichtet.

Einen Ausbauschub im Radwegenetz kündigte VP-Verkehrsstadtrat Gerhard Rüsch gestern für den Grazer Westen an: "Wir haben hier mehrere Projekte, die wir mit EU-Geldern kofinanzieren und deshalb vorziehen." Im Rahmen des aus Brüssel geförderten Projektes Urban II sollen bis 2006 wichtige Lückenschlüsse im Eggenberger Wegenetz rund um das Fachhochschulzentrum erfolgen. Insgesamt fließen rund 7,7 Millionen Euro in diese Radprojekte, 1,2 Millionen dafür steuert die EU bei.

Die Gelder aus Brüssel haben noch einen anderen Vorteil, wie der designierte Stadtentwicklungschef Gerhard Ablasser betont: "Die EU setzt klare Fristen für die Projekte, sonst fließt kein Geld." Ein zusätzlicher Druck, der die Projektrealisierung enorm beschleunige. Die EU macht Graz also Beine.

Und auch Stadtrat Rüsch will weiter kurbeln, um Graz wieder zur Radstadt Nummer eins zu machen: "Mein Ziel ist es, trotz Sparkurses im Rathaus ein jährliches Radbudget von einer Million Euro zu sichern." Damit solle der Anteil der Pedalritter am Gesamtverkehrsaufkommen, der bei 14 Prozent liegt, gehalten und ausgebaut werden.