Unschlagbares Verkehrsmittel Fahrrad
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=> Die Radverkehrsanlagen sind in Graz mitunter ziemlich schmal und sehr häufig als kombinierte Geh-/Radwege im Zweirichtungsverkehr angelegt. Der Wartungszustand lässt öfters zu wünschen übrig. Nicht alle Rand- bzw. Wohnbezirke verfügen über eigene durchgängige Radwege und/ oder Kfz-verkehrsarme Radrouten ins Zentrum, was auch für die Verbindung von Subzentren (etwa der Universitäten) untereinander gilt. => Die Wegweisung hat 2009 mit der Ausschilderung und dem Start der Markierung von 13 radialen Hauptradrouten plus einer Ring-Radroute eine substanzielle Verbesserung erfahren. Diese deckt sich auch mit der neu aufgelegten Radkarte, die gratis u.a bei MobilZentral und Graz Tourismus erhältlich ist. Die restliche Beschilderung ist allerdings eher schütter und deckt sich nicht mit dem in der Radkarte ausgewiesenen Radroutennetz. => Ein nicht zu unterschätzendes Sturzrisiko stellen die Straßenbahnschienen dar. Insbesondere bei Nässe oder Schnee ist Vorsicht geboten und eine Querung in steilem Winkel anzuraten. Im Zuge der Verbesserung des Straßenbahnnetzes wurden Kaphaltestellen angelegt und die Gleise an den Fahrbahnrand verlegt, sodass man in einigen Straßen zwischen den Schienen radeln muss. Die von ARGUS gestaltete Grazer Radkarte gibt, abgesehen von den verschiedenen Standards der Radverkehrsrouten/ -anlagen, auch über besondere Gefahrenstellen Auskunft. => überdachte Abstellanlagen gibt es an den Endhaltestellen und z.T. an Haltestellen der Öffentlichen Verkehrsmittel ( GVB). Die GVB nehmen in ihren Fahrzeugen (Tram, Bus) KEINE Fahrräder mit, Taxis - gegen Bestellung - schon. Für die Ende 2007 installierte S-Bahn gelten die Beförderungsbedingungen der Verkehrsunternehmen ÖBB, Steiermärkische Landesbahn und GKB, d.h. Fahrradmitnahme ist möglich. (s. "Bike & Rail") => Es gibt kein öffentliches Leihradsystem, allerdings mehrere dezentrale Ausleihmöglichkeiten wie in der Radstation am Hauptbahnhof. Weitere nützliche Tipps und weiterführende Infos unter Service und Links sowie auf der Seite der Stadt Graz.
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Der Fahrradverkehr nahm im Konzept der Sanften Mobilität - Vorrang für den Umweltverbund (Öffentlicher Verkehr, Fahrrad, Zufußgehen) - eine Schlüsselrolle ein. Der Anteil jener Wege, die von Grazerinnen und Grazern mit dem Fahrrad zurückgelegt werden (Modal Split), ist auf 16 Prozent gestiegen (2008). Heute umfasst das Radverkehrsnetz rund 120 Kilometer an Radwegen, Radfahrstreifen und Radrouten in Tempo-30-Zonen. Die Qualitäten im oft lückenhaften Netz sind sehr unterschiedlich, die Markierung und Beschilderung lässt öfters zu wünschen übrig, überdachte und diebstahlsichere Abstellanlagen sind Mangelware. Wesentlich bei der Schaffung eines radfahrfreundlichen Klimas war die Einführung von flächendeckend Tempo 30 (ausgenommen Vorrangstraßen) 1992, wodurch 2/3 des städtischen Straßennetzes (ca. 650 km) entschleunigt wurden, sowie die Öffnung von mittlerweile rund 60 Einbahnen für Radfahrer, was zur Schaffung eines engmaschigen Radroutennetzes vor allem rund um das Zentrum beitrug. Darüber hinaus wurden im ganzen Stadtgebiet im Straßenraum Abstellanlagen eingerichtet und 1999, im Jahr des "Velocity Congress", mit der Beschilderung der Radrouten begonnen. In den 1990er Jahren ließen die Aktivitäten der Stadt nach und der Schwerpunkt der kommunalen Verkehrspolitik verlagerte sich wieder deutlicher in Richtung Autoverkehr. Mit der Übernahme des Verkehrsressorts durch die Grünen 2008 kam wieder Hoffnung auf, wobei der Schwerpunkt der Anstrengungen und Investition aber eindeutlig beim Öffentlichen Verkehr liegt. |











