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Auf und ab durchs südoststeirische Grabenland

Vorneweg: Der R45, Gleichenberger Radweg, hält nur zum Teil, was er verspricht: Man kommt auf ihm zwar von Feldbach nach Bad Gleichenberg - wenn auch überwiegend  Bundesstraßen begleitend, also nicht wirklich attraktiv -, der zweite Teil von Bad Gleichenberg nach Halbenrain existiert hingegen nur auf dem Papier bzw. im Radwegausbauzustand, den man beim Verkehrsserver des Landes abrufen kann.

Man ist entschieden besser dran, wenn man sich in Feldbach, vom Externe Verknüpfung ÖBB-Bahnhof kommend, nach Süden orientiert und über Mühldorf dem FB2 "Kernöltour" folgt. Durch den Wald macht man auf einer Schotterstraße moderat Höhenmeter, radelt an der Martin-Gutl-Kapelle vorbei und hat dann, wieder auf Asphalt, die Wahl, links (Wegweiser) über den Golfplatz nach Klausen und Bad Gleichenberg hinunterzustechen, oder ein Stück am Kamm weiterzufahren, um dann nach Kinsdorf und Maierdorf in den Parallelgraben zu gelangen. Weiter über einen Kreisverkehr konsequent in südliche Richtung  lässt man Bad Gleichenberg links liegen und gelangt nach Poppendorf und schließlich nach Krusdorf, wo es gilt, den doch heftigeren Anstieg nach Straden anzutreten. 

Alternativ wäre auch die Fahrt mit den Steiermärkischen Landesbahnen bis Maierdorf oder Bad Gleichenberg empfehlenswert: Mit einer Art alten Straßenbahn geht es über Hügel und durch Wälder in den alten Kurort. Allzu oft verkehrt diese Bimmelbahn nicht, wenn aber mit dem "Raabtal-Radler" ab 8.05 Uhr Graz Hauptbahnhof anreist, hat man direkten Anschluss.

Entscheidet man sich für die Route durch Bad Gleichenberg , so gelangt man trotz unübersichtlicher Routenführung durch den Ort - bevorzugt auf Gehsteigen - sicher zum Bahnhof. Am südlichen Ortsausgang (hier endet die R45-Beschilderung) sollte man die Trautmannsdorfgasse nach rechts nehmen, weiter ein Stück die Gnaser Straße entlang radeln und dann der FB8, der Aulandtour über Waldsberg nach Straden folgen.


Vor Straden
Vor Straden
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Bärlauchwälder bei Mureck im Frühjahr
Bärlauchwälder bei Mureck im Frühjahr
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Mühlenhof in Mureck
Mühlenhof in Mureck
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Rast in Straden
Straden ist auf alle Fälle eine Rast mit Sightseeing wert: Der Markt mit seinen drei Kirchtürmen thront auf einem Felsen (376m) und ist weithin sichtbar. Er hat auch zeitgenössisch kulturell einiges zu bieten dank dem Kulturverein "Straden aktiv" und beherbergt u.a. das Österreichische Kabarettarchiv. Kulinarisches Flaggschiff ist der Weinbau- und Gastronomiebetrieb Neumeister, keineswegs verpassen kann man die Greißlerei "De Merin" im Ortszentrum, in der Landirte und Winzer der Region ihre Produkte zum Kauf und Genuss anbieten. Rund herum gibt es einige Buschenschänken, in Stainz bei Straden, an der Bundesstraße Bad Gleichberg - Bad Radkersburg gelegen, lädt das Vulkanland-Haus mit der "Kost-Bar" zum Besuch ein.

Knapp unterhalb des Stadener Zentrums, auf halber Höhe, zweigt eine Straße nach Süden ab, der man Richtung Wieden und Radochen folgen sollte. Nun geht es verkehrsarm, aber mit einigen Höhenmetern hinauf und hinunter den Kamm entlang bis ins Murtal, das man bei Weixelbaum erreicht. Hat man vor, nach Westen in Richtung Mureck und Spielfeld weiterzuradeln, sollte man knapp vor Weixelbaum die Abzweigung nach Salsach nehmen. So stößt man dann in Dienersdorf auf den R2, den Murradweg. Richtung Bad Radkersburg fährt man durch Weixelbaum und kommt in Donnersdorf zum R2. Wenn man gleich die Externe Verknüpfung ÖBB zurücknehmen will, muss man in beide Seiten weiter entweder nach Gosdorf oder nach Purkla fahren. 
WW 03/2007