Start ist auf der NÖ-Seite, und gleich geht es in einer steilen Schleife hinauf zu den alten Villen, die das nostalgische Flair des Semmerings ausmachen. Am Bike-Park vorbei, wo sich Downhiller hinaufgondeln lassen können, um sich dann in die Tiefe zu stürzen, erreicht man steirisches Hoheitsgebiet. Leider muss man zur Kenntnis nehmen, dass hier die Wegweisung lückenhaft bzw. "nostalgisch" ist - einige der grün-weißen Tafeln sind derart ausgeblichen sind, dass man die Information bestenfalls erahnen kann. Dieser Misstand ist inzwischen behoben; 2009 wurde die Beschilderung durchgängig erneuert. Von Mürzzuschlag, wo sich ein Blick ins Wintersportmuseum und/ oder ins Brahmsmuseum sowie ins Südbahnmuseum lohnt, setzt sich die reizvolle landschaftliche Szenerie am R5 fort. Der Radweg führt angenehm leicht bergab, meist auf Nebenstraßen, in kürzeren Abschnitten auf eigenen Radwegen und über nur noch wenige Passagen bei Kindberg entlang der Bundesstraße. Freilich kann man den R5 auch in die andere Richtung - flussaufwärts fahren, um über den 2010/11 neu auf einer stillgelegten Nebenbahn-Trasse Abschnitt ins 11 km entfernte Neuberg zu gelangen. |
Präsentiert sich der R5 in Kindberg mit sehr unterschiedlichen Standards - von Schotter bis schmalem gemischten Geh- und Radweg - radelt man durch Kapfenberg traditionell auf breiten, nicht sonderlich reizvollen getrennten Geh-/Radwegen. Immer aber, und das muss nach der Befahrung 2011 nochmals betont werden, ist die Beschilderung top. Hier würde sich noch ein Abstecher, und zwar zum Grünen See über den R41 Lamingtalradweg anbieten Bleibt man auf dem ursprünglich am Semmering eingeschlagenen Kurs und folgt dann der Mürz bis zur Mündung in die Mur, trifft man nach rund 50 km in Bruck ein und hat - von Graz aus in Kombination mit der Bahn - eine schöne Tagesfahrt absolviert, die auch für den Natur- und Kulturgenuss Platz gelassen hat. WALTER U. MARIA BRADLER August 2007 (update WW 2011) |




