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"Pioniertour" Mur - Drau - Donau

Eine "Pioniertour" hat auf dem geplanten Radwanderweg Mur-Drau-Donau zwischen Bad Radkersburg und der Mündung der Drau in die Donau von 1. bis 8. Juli 2001 stattgefunden. Mit der rund 20-köpfigen ungarischen Gruppe waren auch "Argonauten" aus Graz und teilweise Klubradler aus Lendava (SLO).


Zusammenfluss Mur - Drau
Zusammenfluss Mur - Drau
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Die rund 400 km lange Tour, die besondere Naturschönheiten im Nationalpark an der Drau sowie kulturelle und kulinarische Highlights in Siklós und Villány bietet, sollte im Rahmen eines Interreg-3-Projekts mit Hilfe von EU-Mitteln realisiert werden. Um dafür Werbung zu machen und die regionalen Veranwortlichen dafür zu gewinnen, hat Ivan Novak vom Pécsi Túrakerékpáros és Környezetvédő Klub, der als Vermessungstechniker schon einige planerische Vorarbeiten geleistet hat, eine Promo-Tour organisiert. Mit dabei von Grazer Radaktivisten-Seite waren Martin Unterrichter und Wolfgang Wehap.

Von offizieller steirischer Seite wurde Unterstützung zugesagt, ein erstes Treffen zur Projektvorbereitung fand in Bad Radkersburg statt. 2004 fand dann eine Urania-Radtour auf der Route statt, die allerdings schon in Villány endete.


Flußfahrt
Flußfahrt
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Am Drau-Damm
Am Drau-Damm
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On tour
On tour
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Fischsuppe als Wegbegleiter
Die Route führt meist entlang der Drau, die auf ungarischer Seite Nationalpark ist (auf kroatischer leider nicht), der dabei benutzte Hochwasserschutzdamm ist grob geschottert und mit mäßiger Geschwindigkeit akzeptabel befahrbar. Will man direkt ans Drauufer, sind Abstecher über Forstwege notwendig, die durch den dichten Akazienbewuchs akute Patschen-Gefahr bergen. Auch die Gelsen sind hier einigermaßen lästig und lassen Pausen kurz ausfallen. Zwischendurch gibt es wenige Kilometer echten Radweg, öfters aber Schleifen auf wenig befahrenen Landstraßen, die durch Dörfer oder Felder führen.

Noch wenig entwickelt ist die Infrastruktur: Bis auf Barcs und Mohacs nahe dem Zusammenfluss von Drau und Donau gibt es keine Städte mit Hotelinfrastruktur, private Quartiere gibt es meist nur etwas abseits der Route etwa in Siklós (Burg), Villány (Wein) oder Harkány (Therme). In diesen Orten ist auch das kulinarische Angebot größer, ansonsten als regionale Spezialität paprizierte Fischsuppe häufiger Wegbegleiter ist.  

Mit kleineren Abstechern etwa in Dörfchen Palkonya, wo uns die aparte Bürgermeisterin empfing, kamen wir auf 440 km, die wir in sieben Tagen (inkl. An- und Abreise) zurückgelegt hatten. 



Durch Felder und Äcker...
Durch Felder und Äcker...
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Hirte auf dem Rad
Hirte auf dem Rad
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Vermehrter Fußgängerverkehr
Vermehrter Fußgängerverkehr
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