Glacis-Zinzendf
 
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Stirb, Schnecke!

Im Augarten wird die Grazer Radschnecke zur Strecke gebracht: Als alltäglicher Geschicklichkeitstest ist die s-förmige Rampe, die Radfahrer von der Augartenbrücke in den Park führt, so manchem Bike-Enthusiasten ans Herz gewachsen. Linienführung, Einfahrtsgeschwindigkeit, Neigungswinkel - jahrzehntelang konnte man an diesem Kriterium seine Fertigkeiten erproben. Nun muss die Serpentine einer schnurgeraden Auffahrt weichen. Und mit der Einbindung der verlängerten Murpromenade am tiefsten = für die RadlerInnen schnellsten Punkt wird auch eine neue Konfliktzone mit FußgängerInnen geschaffen. 


Schnecke, ade!
Schnecke, ade!
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Baustelle Richtung Grazbachquerung
Baustelle Richtung Grazbachquerung
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Mit diesem "Nachruf" verabschiedete sich der "Falter" (15/07 vom April) von einem Stück gebauter lokaler Radverkehrsgeschichte, jetzt ist es wirklich so weit: Die Baugeräte sind aufgefahren, um die wirksamste bauliche Radverkehrsmaßnahme dieses Jahres in die Tat umzusetzen. Bis Mitte Dezember muss eine ziemliche weiträumige Umleitung über die Friedrichgasse in Kauf genommen werden, oder man kreuzt - wie schon bisher die Schneckenscheuen - die vierspurige Fahrbahn oberirdisch, wobei man dabei gut beraten ist, jene Ampelphase abzuwarten, die eine Lücke im Kfz-Verkehrsstrom offeriert.

Freilich hält sich die Sentimentalität um dieses, ursprünglich nur für Fußgänger geplante Konstrukt der Schnecke, die in Wirklichkeit eine einsame Serpentine ist, in Grenzen. Der enge Radius der beiden Kurven auf der Augartenseite sorgte immer wieder für brenzlige Situationen, noch dazu, wo die stark frequentierte innerurbane Radroute ja auch Teil des R2, Murradwegs, ist. Dennoch wird schon auch kritisch hinterfragt, ob man die 180.000 Euro für die Begradigung nicht besser anlegen hätte können. Gelegenheit dafür gebe es im lückenhaften und überholungsbedürftigen Grazer Radverkehrsnetz ja in Hülle und Fülle.

Gute Nachricht für Schneckenfans
Doch, halt! Schneckenfans kann geholfen werden: Wie wir eben vom Radverkehrsbeauftragten erfahren haben, soll sie beim schon einige Jahre alten, 2008 vielleicht wirklich angegangenen Projekt einer Verbindung Gösting - Andritz im Bereich der Oberen Weid Richtung Shopping Center Nord Wiederauferstehung feiern.

Nachträglich in die Planung eingefädelt hat man noch die verlängerte Murpromenade: Dass die Einmündung auf Höhe Stiegenaufgang/ Durchgang am nördlichen Unterfühungsportal passieren soll, wo die RadlerInnen den tiefsten Punkt und damit die höchste Geschwindigkeit erreichen, wird voraussichtlich sicherheitstechnisch keinen wirklichen Gewinn bringen.