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Nach der Wahl: Erneuerung auch in der Verkehrspolitik?

Wenig (Rad-)Verkehrspolitisches war im Landtagswahlkampf von den sieben in der Steiermark bzw. acht in Graz antretenden Parteien zu hören. Die SPÖ errang die Mehrheit und wird künftig mit Franz Voves den Landeshauptmann stellen, die Sitze in der Landesregierung teilen sich SPÖ und ÖVP im Verhältnis 5:4.

Das "10 Punkte-Programm für die Erneuerung" der SPÖ beinhaltet die Gründung einer "Steirischen Nahverkehrsgesellschaft", Voves hat von einer Schnellbahn- bzw. Stadt-Regionalbahnlösung für den Großraum Graz gesprochen, gleichzeitig aber Citymaut- und Nahverkerhsabgabe als Finanzierungsinstrumente ausgeschlossen. Schwenk zur ÖVP: In einem PR-Blatt hat sich Umweltlandesrat Hans Seitinger für mehr "Wertschätzung gegenüber dem Radverkehr" ausgesprochen (leider war und ist er nicht für Verkehr zuständig, Anm.), die abgewählte Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V) hat sich für ein Entlastungpaket für Autofahrer eingesetzt, wie übrigens fast alle Parteien - Grüne und KPÖ ausgenommen. Klasnic eröffnete zwar ein Stück R8-Feistritztalradweg, wobei sie angeblich auf einem Quadruplett gefahren sein soll, als aktive RadlerInnen unter den SpitzenkandidatInnen sind bislang aber nur Ingrid Lechner-Sonnek (Grüne) und Ernest Kaltenegger (KPÖ) in Erscheinung getreten.

Entlarvend auch die Aussage von BZÖ-Kandidat Karl Wiedner: "Wir brauchen noch viel Infrastrukturausbau. Wenn KP und die Grünen in die Landesregierung kommen, werden sie vermutlich nur noch Radwege bauen." Schlecht? Doch das BZÖ ist in der Steiermark ohnedies bereits eine Fußnote der Parteiengeschichte.