Wie der nunmehr mit "Fahrradfabrik Strauchergasse" gestempelte Verkaufsbeleg nun nahelegt, dürfte sich Puch wenig um die Behörden gekümmert haben. Archivalisch belegt ist eine anonyme Anzeige vom 1.2.1889 - also vor dem Ansuchen -, in der auf eine Werkstätte mit Feuerungsanlage in der Stauchergasse 18 hingewiesen wird. Die Errichtung war zu diesem Zeitpunkt zwar erst geplant, wie sich bei einer kommissionellen Begehung herausstellte. Das änderte aber nichts am abschlägigen Bescheid, der auch mit der möglichen Störung der Erholungsfunktion des Volksgartens untermauert wurde. Historiker vermuten, dass hinter der Anzeige der Ex-Arbeitgeber und Ex-Arbeitgeber und jetzt schon Konkurrent Albl steckte. Schon einige Tage vor dem frühen Verkaufsbeleg ist eine Puch-Rechnung mit schönem Briefkopf, datiert 1892, um über 200 Euro unter den Hammer gekommen. |
Auch eine frühe Rechnung von Benedict Albl, von nämlichem auch gezeichnet, fand sich unter den Verkaufsangeboten des Online-Auktionshauses. Sie belegt in Ausführung und Datierung (25.6.1889), dass der frühere Arbeitgeber und nachmalige Konkurrent Puchs der erste Fahrradfabrikant in Graz war. Das erste bekannte Inserat, in der Albls "Mechanische Werkstätte für Fahrräder" und als Produkte "Bicycle, Bicyclette, Tricycle und Jugend-Fahrräder beliebtester und bester Fabrikate des In- und auslandes" beworben werden, wurde im Übrigen am 1.6.1888 in den Mitteilungen des Steirischen Radfahrer-Gauverbandes geschaltet. Dem Vernehmen nach stammten die interessanten Stücke aus dem Nachlass des Likörfabrikanten Josef Mlekus. |




