Ganz neu ist die Idee der Fahrradpolizei ja nicht. Schon in den 90er-Jahren gab es erste Anläufe, auch der Fuhrpark wurde angeschafft - und ostete in den Kellern der Wachzimmer vor sich hin. Angeblich gab es keine adäquate Bekleidung, auch die Frage der Unfallversicherrung sei nicht geklärt, hieß es. Im September 2006 wurde in Graz eine sechsköpfige Bike-Truppe präsentiert, die schwerpunktmäßig im Grazer Stadtpark gegen Drogendealer vorgehen sollte. Mit vom Bürgermeister gesponserten Leibern radelte man aber nur einen Monat lang - ein Wahlkampfgag vor der NR-Wahl Anfang Oktober, unkten damals die SPÖ und die Medien. Platter, der nun mit einer bundesweit vereinheitlichten Truppe einen Neuanfang wagen will, ist überzeugt, dass es diesmal klappt: "Fahrradpolizisten sind wesentlich flexibler, sie verfügen über beste Mobilität." Vor allem auch in öffentlichen Parkanlagen und Naherholungsgebieten sollen sie künftig Präsenz zeigen. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Probephase soll der nicht motorisierte Fuhrpark kräftig aufgestockt werden. |



