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Bildende und darstellende Kunst

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Toulouse-Lautrec, 1896
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Styria, um 1900
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| Abgesehen davon, dass das Fahrrad selbst zum künstlerisch gestalteten Objekt werden kann, beschäftigen sich Bildende Künstler gerne mit dem dynamischen Thema Fahrrad und Radfahren. Zu den klassischen Fahrraddarstellungen gehören die Litografien von Henry Toulouse-Lautrec. Gerade als das Plakat durch seine günstigere Herstellung zum Massenkommunikationsmittel wurde, erlebte das Fahrrad seine erste Hochblüte - kaum ein Produkt der Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert ist so häufig dargestellt. Auch in Graz gestalteten etwa die Lithographische Anstalt Oskar Rohr und Künstler wie Fritz Schön schöne Plakate für Styria, Dürkopp oder Cless&Plessing (Noricum). Originale erzielen heute hohe Preise in Antiquariaten und bei Auktionen, Reprints unterschiedlicher Qualität werden als Wandschmuck angeboten.
Zum Genre der gerne gesammelten Gebrauchskunst gehören Briefmarken mit mehr oder minder kunstvoll dargestellten Fahrrädern, Szenen aus Radrennen, dem Verkehrsgeschehen etc. Einige Motive sind den Internet-Seiten von Radfahrorganisationen zu besichtigen, in Graz hat Walter Bradler eine interessante Kollektion zusammengetragen (siehe unter Sammlungen). Die österreichische Post hat 1985 eine von Paul Flora gestaltete Marke ("Karneval-Hochradfahrer") herausgebracht, anlässlich der Wiener Int. Postwertzeichen-Ausstellung 2000 wurde eine Serie aufgelegt, die u.a. ein Transport-Dreirad von 1888 zeigt.
Literaturtipps: Jack Rennert, 100 Jahre Fahrrad Plakate, New York, Berlin 1973/1974. Das (großformatige) Standardwerk über Fahrradplakate. Dan Gindling, Bicycle Stamps. Osceola, USA 1997. Hier sind alle - damals bekannten - 1500 bekannten philatelistischen Editionen aufgelistet und großteils abgebildet.
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Auch in Plastik, Grafik und Malerei haben die Radler ihre Spuren hinterlassen. Eine Schlüsselrolle hat Marcel Duchamps eingenommen, der nicht den Begriff "Ready made", sondern auch die Verwendung des Fahrrades bzw. seiner Attribute im dadaistisch-surrelalistischen Kontext begründete. Max Ernst, René Magritte oder Picasso ("The Head of the Bull") bauten das Fahrrad in ihre Werke ein, später fand es sich in Objekt- und Installationskunstwerken von César, Christo, Arman, Robert Rauschenberg und Claes Oldenburg oder in den Bildern von Gerado Dotti, Mario Sironi, Fortunato Despero, Alberto Savino und Armando Testa wieder. In Graz befasste sich u.a. Edith Temmel mit dem Thema Fahrrad: Ihre "geflügeltes Junior-Damenrad" war 2004 in einer Ausstellung im Stadtmuseum zu sehen. Vielfach werden auch Fahrräder selbst zum künstlerischen Objekt, etwa wie bei dem Beitrag real*utopia der Belgrader Künstlergruppe "Skart" für das Kulturhauptstadtjahr Graz 2003, als gestaltete Recycling-Räder den Besuchern einer Ausstellung im öffentlichen Raum zur Verfügung gestellt wurden. Literaturtipp: Sigrun Brunsiek, Josef Spiegel: "Komischer Apparat" - Marcel Duchamps `Fahrrad-Rad´ und die Folgen für die Kunst", in: Gegenwind. Zur Geschichte des Radfahrens, Bielefeld 1995 (erschienen zur gleichnamigen Ausstellung des Kultursekretariats NRW Gütersloh) - I´arte della Bicicletta, da Duchamp a Rauschenberg. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung Villa Menafoglio Citta Panza Varese, Milano 2001.
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| Nicht selten nimmt das Fahrrad auch eine Rolle als Bühnenrequisit ein. So fanden zum Beispiel 2004 zwei Zauberflöte-Inszenierungen in Graz statt, in denen jeweils Fahrräder von den Protagonisten benutzt wurden. => siehe Bericht "Bühnenreife Fahrradauftritte"
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