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Literatur/ Lektüre

Z e i t u n g e n & M a g a z i n e
Immer wieder wird das Radfahren in verschiedenen Zusammenhängen in den Tages- und Wochenzeitungen sowie anderen Periodika thematisiert. Ein Ausschnitt davon, mit ARGUS und die Steiermark betreffendem Fokus, findet sich auf unserer Homepage unter dem Menüpunkt "Medien", wobei das Archiv mit der Gründung der ARGUS Steiermark 1998 beginnt. Einschlägige Radzeitschriften, darunter das ARGUS-Mitgliedermagazin "Drahtesel", sind über den Menüpunkt "Links" anzusteuern.   

B e l l e t r i s t i k
Es gibt eine kaum mehr überschaubare Anzahl von Publikationen in den Bereichen Belletristik und Sachbücher zum Thema Radfahren. Empfehlenswerte Internet-Bezugsquellen sind Externe Verknüpfung fahrradbuch.de, Externe Verknüpfung cyclepublishing.com und für Radsportliteratur der Externe Verknüpfung Covadonga-Verlag

Hier einige ausgewählte Beispiele internationaler und regionaler Literatur:

Luigi Bartolini, Fahrraddiebe, Fischer TB ISBN 3-596-25306-3, 1988 (1./1948), Deutsch von Hellmut Ludwig (1952).
Die Romanvorlage von Vittorio de Sicas Neorealismo-Klassiker unterscheidet sich erheblich von der Filmversion und endet nicht gar so trist: Am Ende kauft Ricci sein geklautes Fahrrad zurück.

Travis Hugh Culley, Der Fahrradkurier (The Immortal Class. Bike Messengers and the Cult of Human Power), ISBN 3-293-00312-5, New York 2001, deutsch im Unionsverlag Zürich 2003.
Flott geschriebene Erlebnisse und Reflexionen eines Fahrradboten aus dem Großstadt-Dschungel von Chicago

Hans-Erhard Lessing (Hg.), Ich fahr´ so gerne Rad... Geschichten von der Lust, auf dem eisernen Rosse dahinzujagen, München 1995
Schöne klassische Textsammlung des deutschen Fahrrad-Historikers

Bettina Feldweg (Hg.), Die besten Rad-Geschichten, ISBN 3-89029-254-2, Piper, München 2003
Anthologie kürzerer Texte und Ausschnitte über Sport-, Touren- und Promiradler. Vieles ist bekannt.

Mark Wallington, Der Mann auf dem Fahrrad (The missing postman), Roman, Verlag Claassen, 1992
Technikkritischer Roman über einen liebenswürdig-verschrobenen Postler, der sich nicht wegrationalisieren lässt und die Poststücke seiner letzten Tour persönlich in ganz England und darüber hinaus zustellt. (auch BBC-Verfilmung)

Uwe Dick, Monolog eines Radfahrers. Übelebensprosa, Haller Hefte, Passau 1985.
Bayrischer Klassiker, gescheit-bissig formulierte Rachegelüste auf autofahrerische Allmachtsfantasien der Marke: "Scheiß Radfahrer, braach ja do need ummanandgeistan! Wer fahrtn heitno mitm Radl?! AmWerktog! Soisi a Auto kaffa oda dahioam bleibm!"

Christian Ude, Stadtradln. München 2000.
Kurzweiliges Büchlein des Münchner Oberbürgermeisters. 
"Stadtradeln" meets "RadLerleben"

Wolfgang Wehap (Hg.), RadLerleben. Ansichten steirsicher RadfahrInnen, vom Sattel aus notiert, Leykam, Graz 2009.
Lesebuch über Lust & Leid des Radfahrens. Auf verschiedenen Zugängen und in unterschiedlicher schreiberischer Stilistik spüren 26 AutorInnen dem nach, was für sie persönlich den selbstverdienten Fahrtwind ausmacht.
Präsentation, Film, Beiträge

Garth Battista (Ed.),
Bicycle Love. Stories of Passion, Joy, and Sweat. ISBN 1-891369-45-8, Breakaway Books New York 2004.
Anthologie zum Thema, hervorgegangen aus einem Wettbewerb des Verlages

David Byrne, Bicycle Diaries. Ein Fahrrad. Neun Metropolen" ISBN 3-100044-16-9
S.-Fischer-Verlag 2011 (2009)
Externe Verknüpfung "Bicycle Diaries"
Externe Verknüpfung Interview mit D.B. im "Standard"
Rezension "Falter"

K i n d e r
pixi-Bücher:
Conni lernt Rad fahren, Nr. 1208, 1999;
Pixi, Umbärto und das Fahrrad, Nr. 1101, 2002

R a d s p o r t
Ralf Schneider, Hubert Dahlkamp, Nicht alle Helden tragen Gelb. Die Geschichte der Tour de France, ISBN 3-89533-406-5, Die Werkstatt Göttingen 2003. Preisgünstiges solides Werk mit vielen Daten.

Lance Armstrong/ Sally Jenkins, Tour des Lebens (It´s not about the Bike. My Journey Back to Life), ISBN 3-404-61470-4, Lübbe Bergisch Gladbach 2000/2001. Superstar Lance erzählte, Sally Jenkins schrieb - die Berg- und Talfahrt des ehrgeizigen Texaners.

Andreas Breune, Did Not Finish. Der Radsport und seine Opfer. 20 Himmelsstürmer im Porträt. ISBN 3-936973-17-2, Covadonga Bielefeld 2005. Berührende Schicksale bekannter und unbekannter Radsportler, die Unfällen oder dem Doping zum Opfer gefallen sind.

Michael Klonovsky, Radfahren. ISBN-13: 978-3-423-34289-6, dtv (Kleine Philosophie der Passionen), München 2006. Kein Sportbuch im herkömmlichen Sinn, sondern humorvolle, tiefgründige und unterhaltsame Gedanken eines spätberufenen Hobby-Rennradlers. 

Philipp Köster: "Lötzsch. Der lange Weg eines Jahrhunderttalents." Covadonga Verlag, Bielefeld 2004, ISBN 3-936973-12-1. Die Geschichte des DDR-Radsportlers Wolfgang Lötzsch handelt von Opportunismus, Feigheit und Verrat und davon, wie ein an sich unpolitischer, nur an Leistung orientierter Mensch eine Widerstandskraft entwickelt, die einen ganzen Staatsapparat aus der Fassung bringt. (Auch Doku-Film

R a d s p o r t r o m a n e
aus dem Delius-Klasing Verlag, Edition Moby Dick, Kiehl

Mart Smeets, Die Spitzengruppe, ISBN 3-89595-173-0

Mart Smeets, Der Fluchtversuch, ISBN 3-89595-184-6

Bert Wagendorf, Der Prolog, ISBN 3-89595-190-0

Greg Moody, Tödliche Tour, ISBN 3-89595-148-x

Jürgen Löhle, "Kurz und flach!" Brägels gesammelte Ausreiß-Versuche - Lebenshilfe für Hobbyradler, ISBN 3-89595-172-2

K u l t u r - & T e c h n i k g e s c h i c h t e
Pryor Dodge: Faszination Fahrrad, Geschichte - Technik, Entwicklung, Mobby Dick Verlag, Paris - New York 1996/2001.
Schönes Standardwerk zur internationalen Fahrradgeschichte, wenig Österreich-Bezug.

Jay Bridmore: The American Bicycle, Motorbooks International, USA 1995.
Reich illustrierte Fahrradgeschichte der USA, behandelt insbesondere auch die Schwinn-Geschichte (nur Englisch).

David B. Perry: Bike Cult. The Ultimate Guide to Human-Powerded Vehicles, USA 1995. Enzyklopädie für Bike-Freaks mit umfassendem Register, Schwerpunkt USA (nur Englisch).

Walter Ulreich: Das Steyr-Waffenrad, Weishaupt Verlag, Graz 1995.
Umfassende Monographie, nicht nur für Spezialisten.

Andreas Hochmuth: Kommt Zeit, kommt Rad. Österr. Bundesverlag, 1991, Wien.
Gute Zusammenschau der österreichischen Radlgeschichte im internationalen Kontext, nicht mehr im regulären Verkauf.

Zita Breu: "Fahr!rad - Von der Draisine zum High-Tech-Maschine", Katalog zur gleichnamigen Sonderausstellung im Technischen Museum Wien, 8.11.2002 bis 23.4.2003, Wien 2002.

Wolfgang Wehap: "frisch, radln, steirisch - eine Zeitreise durch die regionale Kulturgeschichte des Radfahrens", Steirische Verlagsgesellschaft, Graz 2005
Umfassende Radhistorie der Steiermark von Erzherzog Johanns Draisine bis Bernhard Eisel mit dem Schwerpunkt auf dem Fahrrad als Verkehrsmittel.
(Nicht mehr im Buchhandel erhältlich, Restexemplare um nur € 8.- bei ARGUS-Steiermark)

Hilde Harrer: Grazer Radfahrvereine 1882-1900. Ein Beitrag zur Geschichte des steirischen Radfahrwesens. (Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, hg. von der Historischen Landeskommission für Steiermark, XLI. Band), 1998, Graz. Hervorgegangen aus einer Diplomarbeit, sehr detailreich. Was für Freaks. 

Michael Embacher, Bernhard Angerer: Smart Move. Fahrräder der Sammlung Embacher. Verlag Kulturtransfer, Wien 2007
Architekt Embacher öffnet seine private Fahrradsammlung und setzte 50 ausgesuchte Fahrräder in Kooperation mit dem Fotografen Berhard Angerer ikonografisch in Szene, dazu gesellten sich Texte von Konrad Paul Liessmann, Dagmar Moser, Peter Noever, Kurt Palm, Martin Strubreiter und Michael Zappe begleitet.

Michael Embacher: Cyclopedia. Modernes Fahrraddesign. Dumont Verlag, Wien 2011
Nach nur vier Jahren gibt es eine erweiterte Neuauflage von "Smart Move" von internationalem Zuschnitt. Der textliche Rahmen ist auf die kulturgeschichtliche Abhandlung von Strubreiter/Zappe reduziert, reduziert wurde auch die detailreiche bildliche Präsentation der nunmehr 100 Modelle sowie auch der Preis (ca. € 30.-, "Smart Move": ca. € 50.-). Schade, dass zugunsten des Ästhetik auf vertiefende objekthistorische Beschreibungen verzichtet wurde.  
Rezension
=> Museen/ Sammlung Embacher

Thomas Rottenberg, Lena Gansterer: „Jung, wild, schön, schnell – Zwanzig Jahre Fahrradboten in Wien“, echomedia Verlag, Wien 2007
Thomas Rottenberg und Lena Gansterer haben einen Blick hinter die Kulissen des ersten österreichischen Fahrradbotendienstes "Veloce" gemacht und auf 160 Seiten neben zahlreichen Anekdoten und Insidergeschichten auch Hintergrundberichte mit exakten Fakten recherchiert. Trotz des Bemühens, das Geschriebene szenig erscheinen zu lassen, wird das Bücherl den Duktus der bestellten Firmenchronik nicht los. 
Bericht in "Der Standard"

Jens Holzäpfel: Radlieder - Bicycle Songs. Wenns bergab geht, sing! Freiburg 2008, € 9,80. Radliederbuch, 62 Seiten mit 24 deutsch- und englischsprachigen Songs und vielen Bildern aus allen Epochen der Fahrradgeschichte. Feine Sache zum Nachlesen und Mitsingen!  
Externe Verknüpfung http://www.radlieder.de/

Elmar Schenkel: Cyclomanie - Das Fahrrad und die Literatur. Edition Isele 2008. Vieles ist bekannt, doch der Streifzug durch Literatur- und Kulturgeschichte des Fahrrades ist ausgiebig und bietet auch Insidern immer wieder was neues - eine Fundstätte an Quellenhinweisen!  

Julie Lasky: "Bespoke: The Handbuilt Bicycle", Lars Müller Publishers GmbH, 150 Abbildungen, Softcover, ISBN 978-3-03778-204-0, Englisch, 25,- Euro
Besprechung "Der Standard"

R e c h t
Johannes Pepelnik, Rechtsberater für Radfahrer. Die wichtigsten Gerichtsurteile, Verkehrsregeln, Linde Verlag, Wien 2003, ISBN 3-7093-0464-4.

P s y c h o l o g i e
Michael P. Degen, Immer diese Radfahrer.
Kleine Psychologie des Radfahrens, Hamburg 1989.

Mit dem ersten Fahrradboom Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Bicycle auch Gegenstand von Feuilleton, Prosa und Lyrik. Viele Künstler - Literaten, Dramaturgen, Komponisten und Journalisten - fuhren selbst Rad und ließen ihre Erfahrung in ihre Arbeit einfließen. Als Beispiel darf der Kreis der Wiener Modernen oder des Jung-Wien um Arthur Schnitzler, Theodor Herzl und Hugo von Hofmannsthal dienen.