Pedersen oder Transporträder (Long John) ebenso wie Tandems und Mehrsitzer oder Dreiräder (auch Rikschas) und Velomobile. Unter den konventionellen Rädern sind es seit den 1990er-Jahren vornehmlich Mountainbikes oder MTB-artige Formate wie Trekking, All-Terrain- oder Crossbikes, die das Straßenbild prägen, daneben natürlich auch klassische City- und Komforträder mit bequemen Durchstiegen und Innenschaltungen mit weniger - aber für die Stadt noch immer weitaus ausreichenden - Gängen. Nicht zu vergessen die vielen noch in Dienst stehenden Puch-Räder - vom Mini bis zum Mistral -, die gemeinsam mit anderen Oldies etwa von "Junior" ("Automini") dafür sorgen, dass der Straßenraum auch ein lebendes Freiluft-Zweiradmuseum ist. Cruiser, Fixies, Falträder Seit einiger Zeit haben auch Cruiser, die am US-amerikanischen Motorraddesign (Copper) orientiert sind, wieder Konjunktur. Diese Gefährte eignen sich eher zum Prominieren denn zum Streckenfahren. Am anderen Ende des Fahrgefühls befinden sich die Rennräder, die seit einigen Jahren eine Renaissance erleben und auch abseits des Rennsports und Trainings im engeren Sinn größere Verbreitung gefunden haben. Eine spezielle Untergruppe bilden die Fixies (= fixed gear), Single-Speed-Rennräder ohne Rücktritt, die einiges an Fahrkönnen abverlangen und vor allem in der Botenszene beliebt sind. Stark an Terrain gewonnen haben Falträder, die technisch weiterentwickelte Form der Klappräder, die von ideal mit öffentlichen Verkehrsmittel zu kombinieren sind und heute schon einen ansprechenden Fahrkomfort bieten.
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Deutlich aus dem (Diamant-)Rahmen fallen die unter dem Sammelbegriff HPV ( Human Powered Vehicles) firmierenden Liegeräder ( Recumbants), die eine bequeme (hohe) Sitzposition, ein (knieschonendes) waagerechtes Treten und aufgrund des geringen Luftwiderstands hohe Geschwindigkeiten erlauben. Als Nachteil kann das etwas schwierigere Handling angeführt werden, das v.a. im Stadtverkehr zum Tragen kommt, sowie die nicht immer einfache Ersatzteilbeschaffung. Unter HPV werden auch Dreiräder und Velomobile geführt, etwa das ZEM (Zero Emissions Vehikel), ein vierrädriges und -sitziges "Cabrio" (Quadricycle), das aber kommerziell nicht erfolgreich war und nicht mehr produziert wird.In Fernitz bei Graz gibt es alljährlich am 1. Mai ein Liegeradtreffen mit Erfahrungsaustausch und gemeinsamer Ausfahrt.Gesondert behandelt werden Lastenräder und Transportanhänger. |
Immer wieder gab und gibt es Bestrebungen, das Fahrrad mit einem leichten Hilfsmotor für weniger leistungsstarke/ bequemere RadlerInnen bzw. für den Gebrauch in bergigen Landstrichen auszurüsten. In der Steiermark bauten die Steirischen Fahrzeugwerke in Graz-Puntigam die "Austro-Motorette". Ebenfalls mit mäßigem Erfolg versuchte sich der Nachfolgebetrieb, die Junior-Werke, in den 1950er-Jahren an Fahrrädern mit Hilfsmotoren, System Lohmann - gegenüber dem von Puch verfolgten Konzept des Mopeds hatte man das Nachsehen. Trotzdem ist der Zusatzantrieb, egal ob mittels kleinem Zweitakter oder Elektromotor, nie verschwunden. In kleinen Stückzahlen wurden sie für ein Segment zwischen Fahrrad und Mofa produziert, wobei die Gefährte zulassungsfrei sind und z.B. auch auf Radverkehrsanlagen verwendet werden können. Ein Fahrrad mit Elektroantrieb gilt als Fahrrad, wenn die Motorleistung nicht 400W übersteigt und die mit dem Motor erreichte Geschwindigkeit nicht 20 km/h übersteigt. In jüngster Zeit einen gewissen Aufschwung genommen haben so genannte "Pedelecs" (Pedal Electric Cycle), die zuerst 1994 von Yamaha auf den Markt gebracht wurden. Der Elektromotor unterstützt dabei die Tretkraft - ohne Treten gibt der Motor keine Leistung ab. Insbesondere in der Schweiz wird diese Art der unterstützten Muskelkraft-Mobilität vor allem touristisch durch ein dichtes Netz an Ladestationen gefördert. Mittlerweile hat der Boom auch auf Österreich übergegriffen, wozu auch Förderinitiativen beigetragen haben. Mit dem Thema "Pedelecs" befasst sich auch das EU-Forschungsprojekt "Hyperbike" (Hybrid Pedal assisted Recuperating Bicycle). Ab 2010 plant Magna Marque den von ihr entwickelten E-Motor "Bionx" samt Getriebe in einem neuen Werk in Weiz zu bauen. Komplette Fahrräder sollen folgen. Als Premium-Modell wurde die "Styriette" vorgestellt - ein Pedelec, basierend auf dem Konzept des gleichnamigen Puch-Fahrrades mit Hilfsmotor Bj. 1938.
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Die Elektrorad-Welle hat 2010/11 auch die Steiermark voll erfasst, bedingt auch durch Förderungen der Gebietskörperschaften und Aktionen der Stromanbieter. Als erstes Unternehmen in der Steiermark spezialisierte sich der Oststeirer Gerhard Bauer im neuen Markt, 2011 wurde der Standort von Markt Hartmannsdorf nach Graz-Puntigam verlegt. Ebenfalls auf E-Bikes und nachrüstsätze spezialisiert hat sich RF-Tec in Graz-Liebenau und auch Harald Scherz stattet seine "Steirerbikes" mit elektrischem Rückenwind aus. Auf das System "Pedelec" setzt der Magna-Vorstand Fred Gingl, der den Bau eines E-Motorenwerks in Mortantsch bei Weiz angekündigt und mit Trek eine Vereinbarung über die Fertigung entsprechender Rahmen geschlossen hat. Bau und Produktionsbeginn wurden für 2010 avisiert, aber verschoben. Bericht "Pedelecs sollen bald in Weiz produziert werden" Bericht "Retro-E-Bike Styriette" (ARGUS) |







