Stark zugenommen hat in den vergangenen Jahren die touristische und freizeitmäßige Bedeutung der Fahrradnutzung. Insgesamt werden einer Studie (2009) zufolge durch den Radverkehr in Österreich direkte und indirekte Wertschöpfungseffekte in der Höhe von in der Höhe von 882,5 Mio. Euro erwirtschaftet mit Arbeitsplatzeffekten in der Höhe von 18.328 Vollzeit-Äquivalenten. |
Mit der Schließung der steirischen Betriebe Junior in Graz (1968) und Köflach (1975) sowie vor allem der Zweiraddivision von Puch (1987) hat die industrielle Fahrraderzeugung stark an Bedeutung verloren. So gibt es heute nur noch zwei industrielle Erzeuger, und zwar KTM (Mattighofen/OÖ) und Simplon (Hard/Vbg.), die 2008 rund 165.000 bzw. 16.000 Fahrräder produzierten. Zum Vergleich: Puch (Graz) fertigte 1980 allein 310.000 Einheiten.
Der Markt orientiert sich heute im Wesentlichen an Komponenten, weniger an Marken. Schon seit den 1960er- und 1970er-Jahren geht der Grad der Komponenten-Eigenfertigung zurück und das Assembling rückte in den Vordergrund. |
In der Steiermark hat der Wörschacher Sporthändler Harald Scherz im Herbst 2007 mit einer Starthilfe des Landes ein "Steirer-Bike" präsentiert. Das Versprechen "handmade in Styria" beschränkt sich aber derzeit auf das optische Design, alle Komponenten und der Rahmen stammen aus Fernost.(ARGUS) |





