Sie befinden sich:  » Graz Radln  |  » Service - Tipps

DIEBSTAHL




Bildvergrößerung

Einige Tipps zur Vorbeugung
Im Jahr werden in Österreich fast 24.000 Fahrräder geklaut. In der Steiermark wurden 2008 insgesamt 3.088 Fahrräder gestohlen gemeldet, 65 Prozent davon in Graz. Nur jeder 27. Diebstahl wird geklärt. Dazu kommt eine hohe Dunkelziffer, denn oft wird - wegen vermuteter Aussichtslosigkeit - gar keine Anzeige erstattet. Vielfach kann das gestohlene Fahrrad aber auch nicht beschrieben werden, und die Rahmennummer wissen die wenigsten, was bei der Wiederbeschaffung nicht gerade hilfreich ist. Wird das Rad ins Ausland geschmuggelt, sind die Chancen, es wiederzubekommen, äußerst gering.

Gefundene und sichergestellte Fahrräder werden vom Fundamt der Stadt Graz bzw. in den Gemeindeämtern aufbewahrt. In Graz können sie in der Feuerbachgasse 16 jeden Donnerstag zwischen 16:00 und 17:00 Uhr besichtigt werden. Die Vorlage einer Diebstahlsanzeige ist dafür notwendig.

Werden gestohlene Fahrräder im Zuge der Aufklärung einer Straftat sichergestellt, dann werden sie - so sie nicht aufgrund von Rahmennummer bzw. Codierung den BesitzerInnen zugeordnet werden können - in die Depositenstelle der Landesgerichts überstellt. Je nach Dauer des damit verbundenen Strafverfahrens werden die Räder dann zur Versteigerung freigegeben, die in Graz von der Fa. Wuthe 0316/ 72 1111-0 durchgeführt wird. 



Einer Flex hält kaum ein Schloss stand
Einer Flex hält kaum ein Schloss stand
Bildvergrößerung

Broschüre BMVIT
Broschüre BMVIT

Versichern und gut absperren
Vorbeugen kann man einem Raddiebstahl am besten durch ein gutes Schloss, das übrigens für die Externe Verknüpfung 
ARGUS-Fahrraddiebstahlversicherung Voraussetzung ist. Fahrraddiebstahlversicherungen unterschiedlicher Qualität werden auch von Versicherungen, Sporthändlern und Interessensvertretungen von VerkehrsteilnehmerInnen angeboten. Näheres unter "Versicherungen".

Im öffentlichen Raum sollte das Rad mit dem Rahmen an Abstellbügeln angeschlossen werden. Das Ansperren an Verkehrszeichen ist ebenso verboten wie an anderem Mobiliar im öffentlichen Raum, etwa Wartehäuschen.

Um dem Diebstahl von Teilen wie Laufräder oder Sattel zu verhindern, ist man gut beraten, auf Schnellspanner zu verzichten. Diese Lösung erfordert zwar im Fall einer Panne wie z.B. einem Patschen etwas mehr Aufwand und richtiges Werkzeug, erschwert aber andererseits die Demontage durch kurz angebundene Langfinger.


Codierung beim Grazer Umweltfest 2006
Codierung beim Grazer Umweltfest 2006
Bildvergrößerung

Eingefräster Code
Eingefräster Code
Bildvergrößerung

Fahrradcodierung
Was tun, wenn das Fahrrad trotzdem weg ist? Es gibt ein österreichweit einheitliches Codierungsystem, das seit 1998 auch in der Steiermark von der Polizei verwendet wird. In den Fahrradrahmen wird eine Zahlen-Buchstaben-Kombination eingefräst, die bei Auffindung von Diebsgut (z.B. bei Verkaufsversuch oder im Zuge von Polizeikontrollen) die Zuordnung erleichtert.  

Die Codierung ist gratis. Mitzubringen ist ein Lichtbildausweis und eine Besitzbestätigung (Rechnung).  Aktuell ausgeschriebene Codieraktionen finden sich unter {cms:1:"Termine"} und unter
http://www.bmi.gv.at/praevention/. Wer sein Bike außerhalb dieser Termine nach dem Polizei-System codieren lassen will, kann dies um € 5,10 bei '}in Graz-Webling erledigen lassen (gratis bei Neuradkauf). Inzwischen bieten auch Radhändler, Tageszeitungen etc. Codierungen an, die jedoch eher eine Kundenbindungsaktion, denn effektive Hilfe im Verlustfall sind.

Die Funktion der Codierung erfüllt im Grunde auch die Rahmennummer, nur kennen die wenigsten Diebstahlopfer diese, weil sie oft ziemlich versteckt - etwa unter dem Tretlager - angebracht ist. Ein brauchbares Instrument für die allfällige Wiederbeschaffung ist sie aber nur dann, wenn sie bei der Diebstahlsanzeige angegeben werden kann.  

Das Innenministerium stellt einen Fahrradpass, in den man die Daten eintragen soll, als Download zur Verfügung.

"Wo is mei Radl?"
Neu geschaffen wurde anfang 2009 eine Plattform für Bestohlene. Ein TU-Student, der das Service kostenlos anbietet, will damit sowohl "seriös als auch auf `seelisch entlastende´ Art und Weise den Bestohlenen entgegenkommen." So kann man dem Dieb eine Nachricht hinterlassen. Die Idee dabei ist aber auch, das Bewusstsein in der Bicycle Community für Diebstahlprävention zu schärfen und über kleine Anreize (z.B. "eine Kiste Bier Belohnung") eine höhere Aufmerksamkeit für augenscheinlich herren- und damenlose Fahrräder im öffentlichen Raum zu schaffen. 

I find my bike net: Externe Verknüpfung http://ifindmybike.net