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KfV übt Kritik an Radverkehrsanlagen

Kritik an der nicht einheitlichen Beschilderung und Markierung von Radverkehrsanlagen, insbesondere in Kreuzungsbereichen, übte der Leiter der Landesstelle Steiermark des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, Peter Felber.

Wie Felber bei einem ARGUS-Treffen am 1. Oktober sagte, führten gerade für die Verkehrsteilnehmer unklare Situation zu Unfällen. Auch die Gesetzeslage sei unbefriedigend. Zu beobachten sei vor allem in Landgemeinden, dass Gehwege ohne bauliche Eignung als Radweg zum Rad-/Fußweg umfunktioniert werden. Um sicherere und weniger sicherere bzw. schnelle und langsame RadlerInnen jeweils Fahrbedingungen nach ihren Bedürfnissen zu bieten, wäre - ganz im Sinne von ARGUS - die Radwegbenützungspflicht in Frage zu stellen.
In Graz verunglückten übrigens im Vorjahr 944 RadlerInnen (2000: 979, 1999: 1038), die mit 13,8 Prozent der Verunglückten die zweitgrößte Unfallopfer-Gruppe darstellen. Weitere Daten: Die bei weitem häufigste Unfallursache ist eine rechtwinkelige Kollision mit einem Pkw, danach folgt mit 9,3 Prozent das unvorsichtige Öffnen von Autotüren. 6 Prozent der Verunglückten resultieren aus Kollisionen Radfahrer - Fußgänger, 4,3 Prozent aus Alleinunfällen von RadlerInnen. Rund 13 Prozent der Verletzungsunfälle ereignen sich auf Radwegen.

Am Tag nach dem ARGUS-Treff (2.10.) gab es an der Kreuzung Lagergasse - Karlauergürtel leider wieder einen tödlichen Unfall: Ein rechts abbiegender Lkw-Lenker übersah eine betagte Radlerin, die korrekt bei Grünlicht die Radfahrerüberfahrt benutzen wollte.