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Zurück zur Radstadt Nr. 1 "Kleine Zeitung" vom 18.1.2003
| Fahrrad-Umfrage zeigt, dass Radstadt Graz einiges nachzuholen hat.
160 Kilometer Radwege, 800.000 Euro pro Jahr für das Radangebot, ein lückenfreies Radwegenetz und ein Fahrradanteil von 20 Prozent am Verkehr - imposante Zahlen, die aber nicht auf Graz, sondern auf Salzburg zutreffen. Die Mozartstadt hat Graz den Rang als Fahrradstadt Nummer 1 längst abgelaufen, wie der österreichweite Fahrradklimatest der Fahrradlobby Argus beweist. Und sie tut auch einiges dafür. So wird demnächst um 3,63 Millionen Euro das Radwegenetz an der Salzach vollendet.
Das will die Grazer Stadtpolitik nicht auf sich sitzen lassen. Donnerstagabend schworen sich SPÖ-Verkehrsstadtrat Walter Ferk, ÖVP-Verkehrsspezialist Gerhard Rüsch, KP-Verkehrssprecher Martin Khull-Kohlwald und Grünen-Verkehrssprecher Hermann Candussi darauf ein, Graz wieder zur Fahrradstadt schlechthin machen zu wollen. Nicht zuletzt deshalb, weil gerade der Radverkehr einen wesentlichen Beitrag gegen das Feinstaubproblem leisten kann, wie Candussi betont. Rüsch: "Kein anderes Verkehrsmittel hat ein so hohes Kosten-Nutzen-Verhältnis."
Was versprechen die Parteien? Alle wollen das 106 Kilometer lange Radwegenetz bis ins Umland ausbauen. Dazu verspricht man besser beleuchtete Radwege, genug überdachte Abstellflächen oder Leihräder a la Park & Bike. Detail am Rande: Einzig die FPÖ folgte dem Ruf zur Fahrraddiskussion nicht.
DAS SOLL PASSIEREN - Die Fahrradlobby Argus hat viele Ideen für den Grazer Radverkehr, die von der Politik aufgegriffen werden wollen: + Lückenschlüsse nicht nur ankündigen, sondern machen + Radabstellplätze verbessern und verdichten + Öffnung von mehr Einbahnen für den Radverkehr + Mehr Sicherheit für Radfahrer, Vollzug der vorhandenen Gesetze + Ausweisen von besser markierten und nicht unterbrochenen Hauptradrouten + Finanzielle Absicherung von Ausbauprojekten Thomas Stanzer
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