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Warten an Ampeln statt strampeln
Von der grünen Welle haben in Graz bestenfalls Kfz-Lenker was. Radfahrer (und auch Fußgänger) müssen sich über lange Wartezeiten ärgern, wie ein Test von Argus zeigte. Verbesserungsvorschläge sind vorgelegt.
Der absolute Spitzenreiter ist der Rad- und Fußübergang über den Autobahnzubringer A2Z bei der neuen 4er-Station „Dr.-Lister-Gasse". 1:55 Minuten vergehen, bis die Druckknopfampel Radlern grün zeigt. Die meisten sind da schon rübergedüst.
Noch länger braucht man als Radler über große Kreuzungen, an denen mehrere Fahrbahnen mit unterschiedlichen Ampelphasen zu queren sind. Kommt man vom Murpark und will stadteinwärts über die C.-v.-Hötzendorfstraße, muss man satte 2:20 min. veranschlagen. Noch mehr Geduld braucht man auf der stark befahrenen Radroute vom Glacis zum Geidorfplatz. Getoppt wird diese Marke nur an der Kreuzung Puntigam: Will man aus Richtung Cineplexx in den Radweg Puntigamerstraße einfädeln, sind fünf Ampeln und in Summe bis zu knapp 3 Minuten einzuplanen.Da nimmt sich die Querung des Glacis zur Zinzendorfgasse, die Uni-Hauptroute, mit maximal 1:44 min. richtiggehend kurzweilig aus.
Winfried Höpfl, Ampelkoordinator der Stadt und selbst Alltagsradler, hat gewisses Verständnis. Er kann partiell - etwa bei der Route zum Murpark - Verbesserungen versprechen. Bei den großen Kreuzungen seien die Anforderungsprofile zu komplex und die Prioritäten zu eindeutig beim Kfz-Verkehr.
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Ampelwartezeiten (Auswahl)
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| Örtlichkeit/ Route |
Ampeln
DKA=Druckknopf
VLSA=Vollampel
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max. Wartezeit für RadlerInnen |
AnmerkungenRoute |
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| Brauhaus Puntigam (Triesterstr. -Weblinger Gürtel - Puntigamerstr.) |
VLSA 5x |
2:52 |
Route aus Ri Cineplexx zum R2, Mur RW |
| Glacis - Geidorfpl. (Theresien-Allee - Parkstr. - Bergmanng.) |
VLSA 3x |
2:27 |
in umgekehrte Richtung kürzer |
| Emil-Ertlg. – Ulrich-Liechtenstein G., Querung Münzgrabenstr. |
VLSA, 2x |
2:15 |
Route C.v.H. - Murpark |
| Don Bosco (Südbahnstr. - P.-Roseggerstr. - Am Lindenkreuz) |
VLSA 4x |
2:10 |
Route Hbhf – Südbahn-Begleit RW |
| Dr. Lister-Gasse (Querung A2Z) |
DKA |
1:55 |
Anford. durch Tram; Route UPC-Area - Murpark |
| Europaplatz – Annenstraße (Querung Bahnhofgürtel – Annenstr.) |
VLSA 5x |
1:40 |
Anforderung durch Tram; Route Eggenbg. Ri Zentrum |
| Stahlgasse – Lastenstraße, Querung Bahnhofgürtel |
DKA |
1:30 |
Route Hbf - Gösting |
| Wickenburgg. - Laimburgg. |
DKA |
1:15 |
keine Anforderungs-bestätigung |
| Triesterstr. – Vinzenz Muchitsch-Str. (Karlau) |
DKA |
1:10 |
Route Zentrum Süd – Wetzelsdf./Straßgang |
| Lendplatz – Keplerstraße |
VLSA, 2x |
1:00 – 1:20 |
Anford. durch Bus |
| Glacis RW - Zinzendorfg. |
VLAA |
0:50 – 1:44 |
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| Glacis RW - Wilhelm-Fischer-Allee |
VLSA |
0:50 |
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| Edegger-Steg - Kaiser-Franz Josef-Kai |
DKA |
0:45 |
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| Glacis - Rechbauerstr. |
VLSA |
0:38 – 1:40 |
Anforderung durch Bus od. Tram |
| Reitschulg. - Dietrichsteinpl. |
VLSA |
0:38 |
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| Einspinnerg. Querung Opernring |
DKA |
0:30 |
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| RW-Querung Moserhofg. |
DKA |
0:30 |
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Radampel
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Einfacher Hinweis Freigabeanforderung per Druckknopf
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| ARGUS-Forderung nach mehr mehr Grün ARGUS hat - nicht zum ersten Mal - einige Verbesserungsvorschläge vorgelegt. Sie zielen auf Maßnahmen in der Ampelinfrastruktur ab, gehen nicht zu Lasten anderer Verkehrsteilnehmer und sollen in erster Linie auf das demnächst vorliegende Hauptroutenkonzept des Landes aufsetzen. Vorgeschlagen wird an wichtigen Routen und bei entsprechender Querungsbreite eine eigene - von den Fußgängern getrennte - Signalisierung mit kleineren, in Kopfhöhe der Radfahrer vor der Querung montierten Ampeln. Dies würde nicht nur eine bessere Sichtbarkeit und mehr Komfort (keine Nackenstarre!) bringen, sondern durch die so gegenüber den Fußgängern lukrierten kürzeren Räumzeiten längere Grün-Phasen (bei 10 sec. Fußgängergrün bis zu 100 Prozent mehr Grün!) zur Folge haben.
Weitere Vorschläge beziehen sich auf Druckknopfampeln (DKA): Diese sollten, so sie von Radfahrern mitbenutzt werden, wo möglich auch mit Infrarotsensoren anforderbar sein, d.h. die bloße Annäherung sollte reichen, um die Umschaltung auf Grün in die Wege zu leiten. Zudem wäre es wünschenswert, wenn in Schwachlastzeiten, inbesondere bei Nacht, Druckknopfampeln generell auf Gelb-Blinken umgestellt oder "schlafend" gestellt würden, zumal eine Anforderung mit den Wartezeiten bei wenig bzw. keinem Kfz-Verkehr nicht wirklich plausibel ist und zum Gesetzesbruch, sprich Rotlichtfahren, geradezu verleitet. Diese Maßnahme würde auch eine Lärmentlastung der Anrainer in Folge Abbremsens und Beschleunigens durch Kfz bringen.
Eine Forderung, die auch im Sinne der FußgängerInnen zu stellen ist: Die blauen Boxen an den Ampelstehern, die akustische Signalgeber für Sehbehinderte sind, sind fallsweise auch zur Anforderung der Grün-Phase bei DKA zu benutzen - aber eben nur fallsweise. In der Regel müht man sich vergebens, weil man keinen Einfluss auf den Ampelumlauf nehmen kann. Es wäre nicht zu viel verlangt, wenn die wenigen DKA, bei denen die blauen Kästchen auch zur Freigabe-Anforderung dienen, mit entsprechenden Hinweisen ausstattet.
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