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Neue Radwege kommen
"Kleine Zeitung" vom 09.07.2003

Radweg unter Keplerbrücke und neue Rampe zum Augarten sind zwei von vielen Verbesserungen. Wahl zum Radler der Woche geht weiter.

In die Grazer Radszene kommt Bewegung. Kaum startet die Aktion zur Wahl des Radlers der Woche der Kleinen Zeitung und der Forschungsgesellschaft Mobilität, trifft sich erstmals seit mehr als zwei Jahren das Radforum bei Verkehrsstadtrat Gerhard Rüsch. Versäumtes der letzten Jahre wollte man nachholen - mit Erfolg, wie aus dem Büro des Stadtrates und von Radaktivisten zu hören ist. Rüsch hat sogar mehr als 800.000 Euro für das Radverkehrsnetz mobilisiert. Damit ist schon heuer mit einigen Verbesserungen zu rechnen.

"Wir wollen die Radpolitik wiederbelebt wissen", sagt Rüsch und wird nicht müde zu betonen, dass die Radfahrer im Regierungsübereinkommen zwischen ÖVP und SPÖ einen Fixplatz bekommen haben. "Radfahren ist für die eigene Befindlichkeit und Gesundheit wichtig; und für die Stadt", so Rüsch.

Der Verkehrsstadtrat hat noch 2003 große Pläne. 350.000 Euro sind für einen neuen Radweg in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße reserviert. Damit soll die Lücke zwischen der Fröhlichgasse und dem Stadion geschlossen werden. Weitere Projekte werden heuer geplant und sollen nächstes Jahr umgesetzt werden. Die wichtigsten: Die Rampe am Murradweg beim Augarten wird entschärft und der Radweg vom Schwimmschulkai wird unter der Keplerbrücke zum Kaiser-Franz- Josef-Kai fortgeführt. Dazu sollen weitere Einbahnen geöffnet und Straßen mit Radfahrstreifen versehen werden - Projekte, die bei der Radlobby Argus auf großen Gefallen stoßen. Das Radforum soll nun zwei Mal pro Jahr ein Fixpunkt zum Verbessern des Radwegangebots in Graz werden. Der nächste Termin ist Ende September geplant. So lange dauert unsere Suche zum Radler der Woche nicht. Bis 5. August können Sie noch mitradeln und wählen. Danach werden die tollen Preise - drei Fahrräder und ein Radanhänger - verlost. Also nichts wie rauf auf das Rad. Jeder Tritt in die Pedale kann derzeit ein Gewinn sein.

Unsere Suche nach den Radlern der Woche ist übrigens ein Teil des EU-Projektes "Emotions". Die EU will damit die Vorteile der sanften Mobilität unter die Leute bringen, wie Karl Reiter von der Forschungsgesellschaft Mobilität erklärt.