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Grünes Licht für die Radstation "Kleine Zeitung" vom 01.12.2004
| Ab 10. Dezember finden 275 Drahtesel in der Radstation auf dem Hauptbahnhof einen Unterschlupf. Nein, das Rad hat man nicht neu erfunden. Und doch ist den Verantwortlichen der Stadt Graz, zumindest nach eigenem Dafürhalten, ein künftiger Renner gelungen: Gemeint ist die Radstation, die auf dem Grazer Hauptbahnhof - links von der Halle, zwischen Kino und Gastro-Meile - am 10. Dezember eröffnet wird. 275 Drahtesel finden hier einen mit Videokameras überwachten Unterschlupf.
"Ich freue mich sehr, weil der Bedarf mit Sicherheit gegeben ist", betont Verkehrsstadtrat Gerhard Rüsch. "Damit hat diese Station auch eine ungeheure Symbolkraft für die Radstadt Graz." Einen Euro kostet künftig das Tagesticket, das beim Automaten vor der Station zu lösen sein wird. Für Monats- und Jahreskarten, die man bei den Bahnhofsschaltern bekommt, zahlen Pedalritter 7 bzw. 70 Euro. "Mit der Tageskarte habe ich von 6 bis 21.30 Uhr Zugang, sonst rund um die Uhr", verrät der Fahrradbeauftragte Helmut Spinka.
Zum Abstellen der Räder werden in Österreich einmalige "Doppelstock-Parker" verwendet - ein Rad wird normal abgestellt, ein zweites mittels Schiene in die Höhe gehoben. Bloß zum Absperren muss der Kunde aufs eigene Schloss zurückgreifen. Damit ist auch für Franz Suppan vom Regionalmanagement der ÖBB ein weiterer Schritt getan, "um das Serviceangebot für unsere Kunden zu erweitern".
Spät, aber doch: Denn im Laufe der Projektplanung blieb so mancher Geduldsfaden auf der Strecke. So konnte man sich erst nach langem Hin und Her auf eine Teilung der Kosten einigen: Die Erstkosten von 250.000 Euro tragen Stadt und Land, bei der Miete und den Betriebskosten hilft der Hausherr ÖBB der Stadt aus. Eine schwere Geburt, die daher auch später als eigentlich geplant über die Bühne geht: denn ursprünglich sollte die Radstation bereits gemeinsam mit dem neuen Bahnhof im Mai 2003 (!) eröffnet werden.
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