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Diplomarbeit unterstreicht "weiche Faktoren"
| Die Bedürfnisse von Alltags- und Freizeitradlern sind klar zu unterschieden. Vor allem ein gut ausgebautes Radwege- und Radroutennetz ist für die Sicherheit und Schnelligkeit der "überzeugten" urbanen RadlerInnen von Interesse, lautet die Schlussfolgerung von Lydia Seemayer, die ihre Diplomarbeit am Institut für Soziologie an der Universität Graz über das "Fahrrad im Gefüge der städtischen Mobilität" verfasst hat.
Es sind aber nicht nur rationale Motive, die Verkehrsteilnehmer dazu bringen, sich regelmäßig in den Sattel zu schwingen, um zur Ausbildungsstätte, zur Arbeit oder zum Einkauf zu strampeln: Der positive Zugang zum Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel ist maßgeblich mitbestimmt von der eigenen Mobilitätsbiografie im Zusammenhang mit persönlichen Erfahrungen und Einstellungen. Wird beispielsweise der Kontakt zum Fahrrad im Zuge einer "typischen Mobilitätskarriere" in der Jugend verloren, gibt es verschiedene Anknüpfungspunkte, die zur "Wiederentdeckung" des Fahrrades führen können - aber nicht müssen. Gerade hier und überhaupt schon im kreativen Bemühen, den Nachwuchs bei der (Lenk-)Stange zu halten, müsste eine moderne Verkehrspolitik mit dem Bereitstellen von Anreizen steuernd eingreifen, lautet ergänzend die Forderung von ARGUS.
Die von ARGUS-Steiermark über den Wissenschaftsladen Graz angeregte und unterstützte Arbeit liegt als Arbeitspapier 39/2003 in Kurzfassung vor.
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