Sie befinden sich:  » Graz Radln  |  » Rad in Alltag und Freizeit  |  » Tourenberichte

Durchs oststeirische Rittscheintal


Start am Bahnhof Gleisdorf
Start am Bahnhof Gleisdorf
Bildvergrößerung

Tom in Walkersdorf
Tom in Walkersdorf
Bildvergrößerung

Wer den Raabtalradweg R11 schon in- und auswendig kennt und nach Alternativen sucht, könnte, von Gleisdorf kommend, in Sulz nach links auf den Rittscheintalradweg R21 abbiegen. Um ins Rittscheintal zu gelangen, müssen zunächst einige Hm gemacht werden.

Die Orte Pöllau, Markt Hartmannsdorf, Oed und Ottendorf reihen sich dann aneinander, zumeist geht es auf einem die Landstraße begleitenden Geh- Radweg (mit Zusatztfafel: "ausgenommen Rennräder"!?) dahin. Wie bekannt, sind diese Angebote für RadlerInnen oft eng, verwinkelt  und in nicht gerade attraktiv - so auch hier. Nicht immer weiß man, ob man jetzt noch auf dem Geh-/Radweg befindet oder es schon mit einem Gehweg zu tun hat und daher auf die Landesstraße wechseln muss. Und dort? An sich kein Problem, schon gar am Wochenende, wenn da nicht hin und wieder die rasant daherbretternden "Wild Boyz" für Angstschweiß sorgen würden.

Fährt man den R21 weiter, gelangt man nach Söchau über einen Zick-Zack-Kurs und durch Felder und Wiesen nach Übersbach südlich von Fürstenfeld und schließlich nach Loipersdorf, wo er an den R12 Thermenradweg andockt. Unsere ARGUS-Gruppe ist schon in Söchau nach Norden abgebogen und über Stadtbergen nach Altenmarkt bei Fürstenfeld geradelt, wo das sehenswerte
Dorfmuseum besucht wurde. Details zur ARGUS-Tour von Tom Reiss, dem Organisator:  


Kellerstöckl am Wegesrand
Kellerstöckl am Wegesrand
Bildvergrößerung

Gruppe im Spiegel
Gruppe im Spiegel
Bildvergrößerung

Schwarzpappel in Oberlamm
Schwarzpappel in Oberlamm
Bildvergrößerung

Variante über Altenmarkt nach Jennersdorf

Am frühen Morgen am 2. Juni bei unsicherer Wetterprognose haben wir uns alle im Radlerzug der OeBB getroffen. Die Zugfahrt war durch eine Unklarheit beim Ticketpreis eines Radtourteilnehmers spannend, aber der nette OeBB-Zubegleiter hat mitgeholfen, eine gute Lösung zu finden. In Gleisdorf, der offizielle Startpunkt, hat dann doch Nieselregen die Gruppe begrüßt. 

Trotz dieser Radlertaufe haben wir in die Pedale getreten und so haben wir schnell den Beginn des R21 erreicht. Nach einen Anstieg von 132Hm sind wir dann von Pöllau aus bis Söchau zügig geradelt. Der Regen hat aufgehört und den Rest der Tour blieb die Gruppe trocken. Ein ''Verfahrer'' in Söchau war ca. 800m lang - Hin- und Rückfahrt natürlich. Dann ging es abermals sanft um 108Hm hinauf nach Stadtbergen und nach teils rasanter Abfahrt waren wir im Altenmarkt. Dort haben wir das im Ort ansässige Heimatmuseum besucht. 

Die Highlights wie ein Hochrad und ein Puch Mistral seien an dieser Stelle erwähnt. Nach einer Stärkung beim Dorfwirten ging es zuerst durch Fürstenfeld und dann den knackig-finalen Anstieg von 121Hm von Rittschein nach Kleinkögeln hinauf. Nach einem kurzen Halt bei der Schwarzpappel (weitere Sehenswürdigigkeit in Oberlamm: der oppulente Kreisverkehr, Anm.) ging es ins hier radwegfreie Burgenland nach Jennersdorf, weiter mit dem Zug nach Graz zurück. Zusammenfassend sind wir 61,2km und 444Hm gedradelt. Durch den "Söchauer Verfahrer" haben wir die 60km-Grenze gut überschritten.

TOM/ Juni 07