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Nach Streik-Erfahrung: Graz will aufholen
ORF Steiermark online vom 07.05.2003

Einen Tag lang konnte man sich in der Grazer Innenstadt fast so vorkommen wie in der holländischen Radlerhochburg Amsterdam. Der gestrige Streiktag machte es möglich und könnte ein Umdenken in der Verkehrspolitik bewirken. Die Fahrradinitiative ARGUS fordert eine verstärkte Förderung des Radverkehrs und stößt beim neuen Grazer Verkehrsstadtrat keineswegs auf taube Ohren.

In den vergangenen zehn Jahren sei für den Radverkehr in Graz so gut wie nichts mehr passiert, kritisiert die Radfahrinitiative ARGUS. Die einstige Radlerhauptstadt Graz ist in der Statistik tatsächlich zurückgefallen. Die einstige Radlerhauptstadt Graz ist in der Statistik tatsächlich zurückgefallen. Der Radverkehrsanteil liegt in Lustenau bei 37 Prozent, in Salzburg bei 19 Prozent, in St. Pölten bei 18 und in Graz bei 14 Prozent.

Der neue Vekehrs- und Planungsstadtrat von der ÖVP, Gerhard Rüsch, will nun aufholen. Es sollen Lücken im Radwegenetz geschlossen und mehr Fahrradabstellplätze angeboten werden, etwa am Hauptbahnhof, sagt Rüsch: "Ein Fahrrad-Servicecenter soll eingerichtet werden. Ein Angebot für Reparatur und für Service, das von einer professionellen Werkstatt gemacht werden kann, während man andere Wege zu erledigen hat."

Stadtrat Rüsch will, dass das Radverkehrsbudget im kommenden Jahr auf eine Million Euro aufgestockt wird, heuer gibt es nur eine halbe Million. Mehr Radverkehr gebe es laut ARGUS auch dann, wenn Tempo 30 besser eingehalten würde, weil sich dann die Radfahrer sicherer fühlen. Stadtrat Rüsch ist da gleicher Meinung.