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Grazer Tempo 30-Netz wächst weiter
Graz hat sein Tempo 30-Netz erweitert. Nach der Einführung der flächendeckenden Modells - ausgenommen Vorrangsstraßen - 1992 wurde nun von Verkehrsstadtrat Gerhard Rüsch eine Neubewertung vorgenommen und weitere 40 Straßenzüge in einer Länge von 23 Kilometern aus dem bevorrangten Straßennetz in den verkehrsberuhigten Bestand transferiert.
Der Grund laut Rüsch: Die Hebung der Verkehrssicherheit. Wie von Peter Felber vom Kuratorium für Verkehrssicherheit zeigte, habe Tempo 30 bei den schweren Unfällen eine "tolle Entwicklung" gebracht. Im Gegenzug seien auf den Vorrangstraßen mehr Verletzte zu beklagen: "Auf den 20 Prozent Vorrangstraßen spielen sich 80 Prozent des Verkehrs ab - und leider fast 90 Prozent der Unfälle mit Personenschaden".
Begleitet wird die Erweiterung der 30er-Bereiche von verstärkten Tempokontrollen der Polizei und einer Aktion des Kuratoriums, für die das Tempo 30-Verkehrszeichen als Smiley adaptiert wurde. Geringfügige Eingriffe in die betroffenen Straßenräume - vor allem in Form von Ummarkierungen - sollen im Frühjahr dort erfolgen, wo es aus bautechnischen Gründen notwendig ist. Folder, in denen die neuen T-30-Straßenzüge im Detail ausgewiesen sind, wurden aufgelegt.
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