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Herbstliche Landschaft
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Kapelle in Haslach
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Seggauberg
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An der Sulm bei Seggauberg
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Riesenradl
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| Startet man von Wies, muss man kurz dem R 3 (Weiße Sulm Radweg) folgen, von Schwanberg aus fungiert der R22 als Zubringer. Fußaufwärts ist Schwanberg auch Ausgangspunkt einer Partie zur Schwarzen Sulm, die allerdings eher als Wander- denn als Radtour empfehlenswert ist.
In den vergangenen Jahren ist der R1 auf einen guten Standard ausgebaut worden, die vormals nach längeren Regenperioden problematischen Feldwege sind heute durchwegs asphaltiert. Es gibt nur wenige stärker Kfz-befahreren Abschnitte, die Beschilderung ist 2009 neu ausgeführt worden. Einkehrmöglichkeiten gibt es auf der Strecke zahlreiche.
Startet man in Deutschlandsberg steuert man den R1 am besten über ein kleines Stück auf dem R4 an. Allerdings folgt der erste Teilabschnitt des R1 der B74 Sulmtalstraße, mit der Abzweigung in St. Martin/S. stößt man auf Kfz-arme Nebenstraßen in interessanterer Umgebung. Über das verwunschen scheinende Schloss Welsberg führt die Route am Zusammenfluss von Weißer und Schwarzer Sulm vorbei nach Gleinstätten, das mit dem österreichweit ersten Modell von "Shared Space" neue Wege in der Verkehrsberuhigung und Rückgewinnung von autodominiertem Straßen- als Lebensraum beschritten hat.
Im Herbst ist das Farbenspiel zwischen (abgeernteten) Maisäackern und Kürbisfeldern, Wiesen und (Au-)Wäldern besonders reizvoll, im Sommer lockt gegen Ende der Tour am Fuße des Seggauberges das kühle Naß des Sulmsees. Wer den Bischofsitz am Seggauberg erklimmt, kann etwa eine Weinprobe in dem sehenswerten großen Weinkeller machen oder einen Hügel weiter nach Frauenberg zum römischen Tempel radeln.
Ist man am Sulmsee und der Weinbauschule Silberberg zur Linken und Seggauberg zur Rechten vorbei, kommt man durch eine Talenge nach Leibnitz bzw. Kaindorf, wo man sich der ÖBB für die Weiterreise bedienen kann. An dieser Abzweigung findet sich auch das Riesen-Fahrrad, das selbst die rund um das neue Naturpark-Zentrum Grottenhof parkende Autos klein aussehen lässt. Am R1-Ende erinnern eine eiserne Brücke und eine Waggonachse mit Rädern daran, dass der Radweg zum Teil auf der Trasse der 1967 aufgelassenen Sulmtalbahn geführt wird. Wer per Rad nach Graz weiter will, hält sich hier nördlich und gelangt auf dem R6 Römerradweg nach Lebring und den R2 Murradweg.
In die andere Richtung - flußaufwärts - können jene, die Lust auf eine ausgedehntere und selektive Anschlusstour haben, in Wies entweder über Arnfels, Leutschach und Gamlitz durch die Weinberge des Grenzlandes zurück nach Ehrenhausen ( ÖBB) fahren oder aber über den R4 die Soboth Richtung Kärnten bzw. den sanfteren Radl-Pass Richtung Slowenien in Angriff nehmen.
T i p p : Fährt man auf den Radl-Pass, bietet sich eine schöne Runde über Muta und den Drauradweg nach Maribor und zurück nach Spielfeld an (ca. 110 km). Die Tour ist, wenn man der stark befahrenen Hauptstraße am linken Drauufer ausweicht und der (beschilderten) Radroute am rechten Ufer folgt, durch einige kleine Pässe in den Pohorje-Ausläufern einigermaßen anstrengend, aber landschaftlich sehr schön. Besonders herausragend der Abschnitt (gute Schotterstraße) direkt nach dem Grenzübergang rechts bis Sveti Jernaj: auf dem Höhenrücken radelt man durch Wald- und Almgebiete und genießt das Panorama ins Drautal, ehe man sich ins Tal "stürzt", Muta rechts liegen lässt und die Drau quert.
WW, Mai 2003 (2011)
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