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Vorsicht: Graz ist voll von Radlerfallen
"Der Grazer" vom 11.11.2007

Fallen. Radler-Lobby "ARGUS" nimmt die Politik in die Mängel: zu viele Fallen, zu wenig Geld, viele Fehlplanungen.

Mit scharfer Kritik für die alte und mit einem Forderungspaket für die neue Stadtregierung klinkt sich die Radlerlobby "Argus" in den Grazer Wahlkampf ein. "Wir haben eine Liste von 15 bis 20 Projekten erarbeitet, die sinnvoll begründet und rasch umzusetzen sind", hat ARGUS-Obmann Ben Hemmens bereits ein Forderugnspaket parat. Und kritisiert: "Die Stadt Graz investiert bisher klägliche 300.000 Euro pro Jahr in den Radverkehr, wobei dieser ein Potenzial von bis zu 20 Prozent am Verkehr hat. Zum Vergleich: die Verlängerung der Straßenbahnlinie 5 ließ man sich 15 Millionen Euro kosten." Aber selbst dort, wo man aktiv wird, zeigten sich erhebliche Fehlplanungen und Mängel. Hemmens: "Neue Radverkehrsanlagen wurden in letzter Zeit tendenziell als kombinierte Geh-Rad-Wege ausgeführt, das führt zu schlechter Akzeptanz und Gefahrenquellen. Die ortet "ARGUS" unter anderem auch an folgendne Stellen:
Don Bosco: Die Radweganbindung am neuen Nahverkehrsknoten ist mangelhaft. Radrouten enden in alle Richtungen. Die Radler müssen daher auf die überaus stark Kfz-frequentierte Kärnter Straße ausweichen!
Friedhofsgasse: Bei der westseitigen Zufahrt wurde die Radfahrerüberfahrt vergessen!

Die Forderungen:

Druckknopfampeln: Radlerfreundliche Schaltung von Druckknopfampeln! Druckknopfampeln auf Hauptrouten werden über Infrarotsensoren bei zielgerichteteter Annäherung bereits umgeschaltet.
Eigene Ampelphasen: Eigene Radampeln und Phasen für Pedalritter. Kleinere Ampelön in Kopfhöhe der Radler notwendig, Konzepte liegen vor.

JOHANNA VUCAK