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Radunfallstatistik 2007: Licht und Schatten

Nach einer negativen Entwicklung 2005 und 2006 ist die Zahl der Verletzungsunfälle mit RadlerInnenbeteiligung im Vorjahr in Graz wieder etwas zurückgegangen, allerdings nur um acht auf 432. In der übrigen Steiermark war indessen mit 509 (2006: 497) ein Plus zu verzeichnen, in ganz Österreich sogar 8,2 % mehr Verletzte.


Grafik Kfv
Grafik Kfv
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2007 gab es in Graz kein Todesopfer (2006: 1)  zu beklagen, im gesamten Bundesland waren es 4 (nach 6). Die Detailauswertung zu Unfalltypen und -ursachen steht noch aus. An der Jahresganglinie lassen sich auch die Witterungsbedingungen ablesen: Bis April hatte das verstärkte Radverkehrsaufkommen, bedingt durch den milden Winter, ein Plus gegenüber den ersten vier Monaten 2006 gebracht, in den folgenden Monaten sank die Unfallszahl in Relation wieder ab, um im Dezember wieder einen Ausreißer nach oben zu liefern.

Während in der übrigen Steiermark die Unfallzahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken ist, musste hier 2007 mit 509 Verletzungsunfällen der höchste Wert seit 2004 verzeichnet werden. Insgesamt wurden im Bundesland 2007 941 Verkehrunfälle mit Personenschaden regisitriert, an denen RadfahrerInnen beteiligt waren. Dies ist nach einer günstigeren Entwicklung in den vergangenen Jahren die höchste Marke seit 2003.

Österreichweit hat die Zahl der verletzten RadlerInnen um 8,2 % zugenommen, von 5850 Verunglückten kamen 37 ums Leben.

Hauptgegner Pkw
Hauptunfallgegner sind laut KfV in Graz Pkw, 2007 in 298 Fällen (+ 3,8 %). Mit Lkw wurde 16 mal unliebsame Bekanntschaft gemacht, mit motorisierten Zweirädern zwölf und mit Bussen zehn mal (2006: 5). Bei 37 Verletzungsunfällen waren andere RadlerInnen im Weg, bei 32 gab es Knatsch mit Fußgängern (- 8 %), wobei nicht gesagt ist, wer den Kürzeren gezogen hat.

In der gesamten Steiermark ist der Anstieg der Crashs mit Pkw um 8,6 % (auf 569), jene mit anderen RadlerInnen gingen um 14,3 % zurück, die mit FußgängerInnen sogar um 30 %.

Ärzte wollen Regeln, Schulung und Polizei
Im Vorfeld eines gemeinsam mit dem ÖAMTC veranstalteten Symposiums hat sich die Ärztliche Kraftfahrervereinigung Österreich (ÄSVKÖ) zu Wort gemeldet. Ärztekammerpräsident Walter Dorner nahm die österreichweit gestiegenen Unfallszahlen sowie eine Tiroler Untersuchung, die sich mit der Alkoholisierung von Unfallopfern befasste, zum Anlass, Alarm zu schlagen: Er ortete einen "Verbesserungsbedarf der Radfahrregeln" und forderte "eine sorgfältigere Schulung von Radfahrern" und appellierte an die Polizei, auf Radfahrer "ein verstärktes Augenmerk" zu richten. Wie ARGUS-Steiermark herausgefunden hat, wurde die Tiroler Studie arg missinterpretiert und falsch zitiert.  (=>ARGUS-Replik. ) Während sich die fragwürdige Alkradler-Aussendung fast durchgängig in den Medien wiederfand, war leider für die Richtigstellung - ausgenommen im "Falter" - kein Platz.   

(ARGUS)