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Schikane statt Schnecke

"Kleine Zeitung" vom 23.01.2008, Seite 23
Die meisten Radler wählen Abschneider durch die Parkwiese, um zur neu eröffneten Unterführung bei der Augartenbrücke zu kommen.

Die neue Rampe für die Geh- und Radweg-Unterführung bei der Augartenbrücke wurde deshalb errichtet, damit sich die Radfahrer nicht mehr durch die Serpentine quälen müssen. Um etwa vom Kindermuseum zur Rampeneinfahrt zu kommen, müssten die Radler korrekterweise aber erneut eine Links-rechts-Schikane meistern, wenn nunmehr auch ohne Steigung. Die meisten Radfahrer lassen diese Schikane allerdings rechts liegen und fahren einfach durch die Wiese.

Das war wieder einmal ein planerisches Glanzlicht der Stadt Graz, ärgert sich so mancher. "Dem ist nicht so", verwehrt sich der Grazer Radverkehrsbeauftragte Helmut Spinka gegen diese Unterstellung: "Eine direkte Verbindung vom Radweg durch den Augarten zur Rampe hin war im Projekt immer vorgesehen. Der Weg konnte bisher nur noch nicht realisiert werden, weil das bei Frost nicht möglich ist. Die Baustelle wird sofort abgeschlossen, sobald es die Temperaturen zulassen."

Dieser Weg mit Makadam-Belag ist Teil der ohnehin für das heurige Frühjahr geplanten Neugestaltung des Augartenparks in diesem Bereich. "Dabei wird der Bereich vom Brückenkopf her als Eingang in den Park neu gestaltet. Es kommt eine besondere Pflasterung, wie schon bei den anderen Parkeingängen, und auch neue Bäume werden gepflanzt", erklärt Robert Wiener, der Leiter der Abteilung Grünraum und Gewässer. Für die neue Radwegverbindung werde das dortige Bankerl versetzt.

HANS ANDREJ