Verzej liegt ja nur 25 km flussabwärts von Bad Radkersburg, weil aber auf slowenischer Seite noch kein den Fluss begleitender Radweg existiert, ist man zu einigen Umwegen gezwungen. Eingewiesen hat uns der freundliche Herr Pauritsch, der für das Tourismusbüro Radkersburg Radtouren auch nach Slowenien führt. So vorbereitet und ausgerüstet mit der Radkarte Teil 4 der Region Bad Radkersburg und einer gewöhnlichen Straßenkarte starteten wir am Radkersburger Bahnhof über Laafeld (gleich nach dem Feuerwehrhaus rechts der "Sonnenaufgangstour" folgen, dann erspart man sich ein paar Straßen-km) nach Sicheldorf. Vorbei an den Grenzgebäuden, die wenige Wochen nachdem sie ihre Funktion verloren haben, wie seit Jahren verlassen ausschauen, biegen wir am Kreisverkehr Gederovci nach Süden und folgen der Radroute L 910. Bis Tisina ist die Strecke wenig attraktiv auf stärker von Kfz befahrenen Straßen bzw. diesen entlang auf schmalbrüstigen Radwegen. |
Zurück in Richtung Österreich wählen wir die Route über das Scavnica (Stainz)-Tal, die sich auch für eine Fahrt ins südlichere gelegene Weingegend um Ljutomer und Jeruzalem anbietet. Zunächst geht es nach Osten über Stara vas, Bucecovci und Selsci, um dann vor Videm nach Norden Richtung Dragotinci zu schwenken. Bei Oktoslavci halten wir uns links - rechts kämen wir nach Bad Radkersburg zurück. Jetzt ist man in einem breiten Tal (etwa mit dem unteren Raabtal vergleichbar), man fährt auf schwach frequentierten Nebenstraßen ohne viele Hm dahin. Zumindest auf den ersten Blick wenig zu bieten hat die Gastronomie, Gelegenheiten zu Labung muss man suchen. Dafür sind Hunde allgegenwärtig, Kettenhunde, frei laufende Kläffer. Sveti Ana lassen wir links liegen und nehmen über Nasova und Locavec Kurs auf Vratja vas, wobei das letzte Stück eine kleine Bergwertung bereit hält. Über die Brücke von Mureck sind wir wieder auf dem R2, bald nach dem Ortsbeginn links über das Bad treffen wir auf die andere Murmühle, der jüngeren Schwester, die 1997 vom Stapel gelaufen und zwischenzeitlich zwei Mal gesunken (und immer wiederhergestellt worden) ist. Wenn man jetzt noch - nach Labung im Mühlenhof, versteht sich - die 15 km bis Spielfeld anhängt, um eine bessere Zugverbindung retour nach Graz zu bekommen, hat man knapp 100 km auf dem Tacho. WW 02/2008 |









