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Gemütlich bis deftig - Saisonstart mit Bärlauchtour

Aus der Saisonauftakt-Tour von ARGUS-Steiermark ist über die Jahre so etwas wie eine Sternfahrt geworden: Jedes Mal wird das Ziel, die Bärlauchwälder bei Mureck, über eine andere Route angesteuert: Diesmal, am 15. März, über eine weite - und ganz schön anstrengende - Schleife durch Slowenien. 


Start am Bahnhof Bad Radkersburg
Start am Bahnhof Bad Radkersburg
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Die in die Bärlauchtour eingebaute Schleife durch Slowenien sollte verbindenden Charakter haben: Zum einen sollten die beiden einzigen betriebenen Murmühlen in Mureck und Verzej besucht werden, zum anderen war es auch ein Praxistest der schengenoffenen Grenze.

Wie sich aber bei der Testbefahrung im Februar gezeigt hatte, war die Schleife länger als allen zumutbar, weshalb zwei Gruppen gebildet wurden: Beide starteten - nach der Anreise per ÖBB - von Bad Radkersburg aus, und während die TourenradlerInnen die gut 80 km-Runde durch Slowenien antraten, nahmen die Gemütlich-RadlerInnen den direkten Weg auf dem R2, Murradweg, nach Mureck, wo sie sich vornehmlich dem Bärlauch-Ernten und dem kulinarischen Angebot des Mühlenhofs widmeten.


Gruppe 1: Bei der alten Kunstmühle
Gruppe 1: Bei der alten Kunstmühle
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Gruppe 2: Bei der Babic-Mlin
Gruppe 2: Bei der Babic-Mlin
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Über sandige Wege zur Mühle
Abweichend von der
Testbefahrung stieß die Tourengruppe schon etwa fünf km nördlich von Verzej an die Mur. Hier gibt es zwar eine Fähre, sie war aber wegen Niedrigwassers nicht in Betrieb. Wir folgten ein Stück dem sandigen Muruferbegleitweg und querten über eine Autobahnbrücke (A5-Fragment) mit eigenem, breiten Radweg die Mur, wo wir nun am rechten Ufer über einen Hochwasserschutzdamm bis zur Murmühle fuhren.

Nach einer Jausenpause auf dem einfachen Rastplatz vor der Mlin na Muri, schauten sich jene, die es noch nicht kannten, das am Ufer stehende Mühlenhaus an. Mit herbem Charme und nur in Slowenisch führte die Müllerin, vermutlich Karmen Babic, zumindest steht dieser Name auf dem Gebäude. Die vielen Leute, die im Laufe unseres Stopps kamen und von denen wir vermuteten, es handle sich auch um Touristen, entpuppten sich als Einkäufer. Sie verstauten Säcke verschiedener Dimension und offensichtlich verschiedenen mehligen Inhalts, die von der Ausgabelucke im Obergeschoss heruntergelassen wurden, in den Kofferräumen ihrer Autos.   
 


Gut gelaunte TourenradlerInnen
Gut gelaunte TourenradlerInnen
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Gehöftdurchfahrt
Gehöftdurchfahrt
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Durch die Weinberge nach Sveti Ana
Von Verzej folgten wir der Landstraße Richtung Westen, jener Route, die auch auf dem
Blatt 4 der Radkarte Region Radkersburg als Abschneider (strichliert) für die Jeruzalem-Tour vorgeschlagen ist. Über mäßig befahrene Straßen ging es eine Weile dahin, allerdings führte dann ein Navigationsfehler des Scouts dazu, dass die Gruppe nicht das Scavnica (Stainz)-Tal weiterfuhr, sondern südwestlich die beschwerlichere - aber landschaftlich reizvollere - Route über Benedikt und Sveta Ana wählte. Hier in den Weinbergen wird man an die Stainzer Gegend oder an die Südsteiermark erinnert und ein Einkehrschwung in eine Buschenschank drängt sich geradezu auf (war aber von Zeit- und Konditionsbudget her für uns nicht machbar). Schade nur, dass hier gegenwärtig die A5 quer durch die Landschaft geschlagen wird.

Hat man den Hügel von Sveta Ana (bis 16%) geschafft, gehts wachs bergab und hin zur Mur und zur steirischen Grenze noch einmal  bergauf. Hier empfiehlt es sich, die Route über Locavec zu nehmen, zumal die Hauptstraße über Trate stärker von Kfz- und auch Schwerverkehr befahren ist.

Aus dem Besuch des Mühlenhofs und dem Bärlauchpflücken wurde für die Tourengruppe leider nichts: Die Slowenien-Schleife war zu weit und anstrengend ausgefallen (immerhin 640 hm...) und hatte den Zeitplan überdehnt. So blieb dieser Part den Genuss-RadlerInnen überlassen, die, wie man hört, auch einige schöne Bärlauch-Leckereien (Suppe, Pesto, Aufstrich...) zubereitet haben. Von Mureck direkt oder Spielfeld traten die beiden "Fraktionen" der diesjährigen Bärlauchtour dann die Heimreise per Bahn an. Fazit: Die einen hatten viel Tour und keinen Bärlauch, die anderen wenig Tour und viel Bärlauch...

P.S.: ...und der Scout sollte sich einen Kartenlesekurs verordnen.
P.P.S.: Routenvorschläge für die Bärlauchsternfahrt 2009 werden ab sofort entgegen genommen.

WW