Wie sich aber bei der Testbefahrung im Februar gezeigt hatte, war die Schleife länger als allen zumutbar, weshalb zwei Gruppen gebildet wurden: Beide starteten - nach der Anreise per ÖBB - von Bad Radkersburg aus, und während die TourenradlerInnen die gut 80 km-Runde durch Slowenien antraten, nahmen die Gemütlich-RadlerInnen den direkten Weg auf dem R2, Murradweg, nach Mureck, wo sie sich vornehmlich dem Bärlauch-Ernten und dem kulinarischen Angebot des Mühlenhofs widmeten. |
Abweichend von der Testbefahrung stieß die Tourengruppe schon etwa fünf km nördlich von Verzej an die Mur. Hier gibt es zwar eine Fähre, sie war aber wegen Niedrigwassers nicht in Betrieb. Wir folgten ein Stück dem sandigen Muruferbegleitweg und querten über eine Autobahnbrücke (A5-Fragment) mit eigenem, breiten Radweg die Mur, wo wir nun am rechten Ufer über einen Hochwasserschutzdamm bis zur Murmühle fuhren. Nach einer Jausenpause auf dem einfachen Rastplatz vor der Mlin na Muri, schauten sich jene, die es noch nicht kannten, das am Ufer stehende Mühlenhaus an. Mit herbem Charme und nur in Slowenisch führte die Müllerin, vermutlich Karmen Babic, zumindest steht dieser Name auf dem Gebäude. Die vielen Leute, die im Laufe unseres Stopps kamen und von denen wir vermuteten, es handle sich auch um Touristen, entpuppten sich als Einkäufer. Sie verstauten Säcke verschiedener Dimension und offensichtlich verschiedenen mehligen Inhalts, die von der Ausgabelucke im Obergeschoss heruntergelassen wurden, in den Kofferräumen ihrer Autos. |
Von Verzej folgten wir der Landstraße Richtung Westen, jener Route, die auch auf dem Blatt 4 der Radkarte Region Radkersburg als Abschneider (strichliert) für die Jeruzalem-Tour vorgeschlagen ist. Über mäßig befahrene Straßen ging es eine Weile dahin, allerdings führte dann ein Navigationsfehler des Scouts dazu, dass die Gruppe nicht das Scavnica (Stainz)-Tal weiterfuhr, sondern südwestlich die beschwerlichere - aber landschaftlich reizvollere - Route über Benedikt und Sveta Ana wählte. Hier in den Weinbergen wird man an die Stainzer Gegend oder an die Südsteiermark erinnert und ein Einkehrschwung in eine Buschenschank drängt sich geradezu auf (war aber von Zeit- und Konditionsbudget her für uns nicht machbar). Schade nur, dass hier gegenwärtig die A5 quer durch die Landschaft geschlagen wird.
Hat man den Hügel von Sveta Ana (bis 16%) geschafft, gehts wachs bergab und hin zur Mur und zur steirischen Grenze noch einmal bergauf. Hier empfiehlt es sich, die Route über Locavec zu nehmen, zumal die Hauptstraße über Trate stärker von Kfz- und auch Schwerverkehr befahren ist.
P.S.: ...und der Scout sollte sich einen Kartenlesekurs verordnen. WW |







