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Radurlaub in der Steiermark immer beliebter

Der Radurlaub in der Steiermark wird immer beliebter. Bei einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) landete der Ennsradweg unter 69 europäischen Radwegen auf Platz elf, der Murradweg sogar auf Platz fünf, berichtete ORF on Steiermark. 

Knapp ein Fünftel der Sommerurlauber erkunden die Steiermark auf dem Fahrrad. Im Schnitt radeln sie vier bis sechs Tage lang auf dem insgesamt 5.000 Kilometer umfassenden Radroutennetz.

Der Radurlaubende in der Steiermark ist im Schnitt 48 Jahre alt, männlich und gesellig. Drei Viertel sind Stammgäste und zumindest schon zwei Mal durch die Steiermark geradelt. Laut Erhebungen gibt der Radurlauber für Unterkunft und Verpflegung zwischen 100 und 120 Euro aus.




Am Murradweg südlich von Graz
Am Murradweg südlich von Graz
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Genussfreudig und zahlungskräftig

"Der Radfahrer ist auf alle Fälle sehr zahlungskräftig. Wir wissen, der steirische Radurlauber ist auch sehr genussfreudig, vor allem kulinarische Ziele sind enorm im Mittelpunkt, ebenso kulturelle Ziele. Auf den Punkt gebracht: Ohne Radtourismus würde der österreichische Sommertourismus sicher nicht so gut dastehen", sagt Georg Bliem, Chef des Steiermark Tourismus.

Das Radtourennetz ist im wesentlichen in Fluss-, Genuss- und Mountainbike-Radwege geteilt. Vor allem die Flussradwege sind Publikumsmagneten und über Österreichs Grenzen hinaus bekannt - das zeigt die aktuelle Umfrage des ADFC, mit 115.000 Mitgliedern der größte Radverband Europas. "Der Murradweg war 2005 beim Bekanntheitsgrad noch an elfter Stelle, mittlerweile ist er an fünfter Stelle. Der Ennsradweg war vor drei Jahren noch nicht einmal erfasst und ist mittlerweile an elfter Stelle bei allen europäischen Radwegen. Ich glaube, mit ein Grund dafür war die Intensivierung des internationalen Radmarketings", so Bliem.

Immerhin 300.000 Euro flossen in den vergangenen beiden Jahren ins Marketing - und die steirischen Radwege sollen noch mehr Gäste anlocken: Nach Österreich und Deutschland will man jetzt bei den Radurlaubern in den Benelux-Staaten, in Tschechien und in Ungarn punkten. Mit einem der größten europäischen Radreiseveranstaltern wird bereits verhandelt.

(ARGUS)