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Vor dem Start
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Posing an der Ortstafel
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Im Hafen von Baska
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Morgenstimmung auf Krk
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Retour in Graz
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| Abreisegewicht 121 kg
Die Vorbereitung: Seit Jänner 2008 gut 1000 km Radtraining absolviert, wobei in den zwei Monaten vor der Tour etwa 600 km zusammenkamen, meist Strecken von 40 - 70 km, erst gegen Ende der Vorbereitungsphase einmal rund 160 km und zweimal rund 110 km. Übers Jahr verteilt auch ca. achtmal Dauerschwimmen zu je 1,5 - 2 Std. In den Tagen vor der Abfahrt habe ich keine anstrengenden Radtouren mehr gemacht, zwei Wochen auf Süßigkeiten und zu Fettes beim Essen verzichtet. So konnte ich den BMI von knapp 27 (Anfang Juli) auf 26 bringen. Interessanterweise war das Gewicht bei Abfahrt und Rückkunft gleich, reduzierte sich in den beiden folgenden Wochen fast wie von selbst um gut zwei kg. Sechs Wochen (und einige weitere Tagestouren) später ist der BMI immer noch 25,5.
Das Material Fahrrad: Unspektakulärer Stahl-Rennradrahmen mit komfortabel positioniertem Rennlenker und 3x8 STI-Schaltung. Vorne eine alte, billige Trekkingrad-Kurbel (42/34/24), hinten 13/14...23/28 Zähne. Damit kann man gut steil und lange bergauffahren und bei Bedarf auf Dauer bis 40 km/h (mit)treten. Robuste (d.h. auch schwere) 28-622-Trekkingradreifen mit Reflexionsstreifen, auch für Schotterstaßen(-abschnitte) gut geeignet, 2 x Gepäcksträger, 2 x Reflektoren und 2 x Kotflügel (vorne und hinten), billige Klick-Pedale+Schuhe, drei Trinkflaschenhalter, Sattelrohr- und Rahmentascherl, Fahrradcomputer, Klingel, Pumpe. Das wiegt 14 kg (ohne Inhalte). Ein 9 kg-Rennrad-Freund nannte es nach einem vergleichenden Rädertausch sehr treffend „Schlachtschiff“, meins rollt bergab mit meinem 10kg-Vorteil nicht schlechter als (s)ein >2000 €-RR, ist aber wesentlich zäher beim Beschleunigen und am Berg - sowie träger bei Richtungswechsel.
Fährt sich wie ein sehr gutes Trekkingrad.
Das Material Gepäck: Dazu kamen für die Reise noch drei abnehmbare Seitentaschen von Wanderrucksäcken, ein kleiner Wanderrucksack am hinteren Gepäcksträger, zwei Polaris-LED-Lichtsets plus ein Satz Ersatzbatterien, Werkzeug, Nummernschloss, kleine Erste Hilfe-Ausrüstung, zwei 0,75 l-Trinkflaschen, 0,5 l Verdünnungssaft, Jause, Müsliriegel, komplette Reserve-Bekleidungsgarnitur, 1 x atmungsaktive und 1 x billige Regenjacke (eher unnötig), Brille mit transparentem Glas (nie verwendet), Kartenblätter 1:250.000 (aus spiralisiertem Freytag&Berndt-Autoatals entnommen), Sonnencreme, Geld, Notfall-Handy...
Inklusive Fahrer (96 kg) war das Abreisegewicht 121 kg.
Die Ernährung: In der Vorbereitungszeit recherchierte ich auch dazu ein wenig und kam zu den Ernährungs-Methoden der Extremradsportler. Krankenaufbaunahrung, Gelriegel und ähnliche Spezialnahrung schieden für mich aus, das entspricht nicht meinen (!) Vorstellungen von Sport zur Verbesserung der Gesundheit. Ich beschränkte mich somit auf das Lebensmittelangebot, das man daheim und unterwegs im Supermarkt bzw. Gasthaus bekommt. Die Ausnahme bildete ‚Sangor Sport‘ aus der Apotheke (Brause mit Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffen) wegen des zu erwartenden Verlustes durch dauerndes Schwitzen. Nach zwei weiteren 200+km-Touren (einmal davon ohne Sangor Sport) glaube ich, dass die Regeneration (Spatzen/Muskelkater) damit deutlich schneller erreicht wird (ein Tag statt mehrere Tage!).
Die mir für unterwegs in der Apotheke ebenfalls empfohlenen Dr. Munzinger Sport-Fruchtschnitten (vulgo Luxusmüsliriegel, je 1,70 €) waren sauteuer und schmeckten grauslich, richtig scharf. Gut getan haben mir ordinäre Spar-Bio-Müsliriegel für zwischendurch. Die Haupternährung waren aber klassische Jausenbrote (beim Kauen unterwegs dann doch etwas "staubig"), Müsli, eine Portion Nudeln mit Fleisch-Sugo vom Vortag, frische Pizza unterwegs, Fruchtjughurt, etwas Obst, 2 x 0,5 l kaltes, sündiges Cola und immer etwas Bio-Holundersaft (bzw. vier Sangor-Beuteln/Tag) im Trinkwasser.
Der Picksaft war zwar nur ein billiger, "schneller" Zucker, bringt aber meiner Meinung nach rasch ordentlich Energie und regt zum braven Trinken an. Wasser alleine ist mir bei großen Touren zu wenig, selbst "guter" Transfair-Bio-Orangensaft hat zu wenig Zucker, mir scheint, je billiger ein Saft, desto besser (mehr Zucker). Die auch in der Apotheke empfohlenen getrockneten Marillen (Aprikosen) und Nüsse vergaß ich leider einzukaufen, getrocknete Ja-Natürlich-Marillen bewährten sich bei einer folgenden Tour nicht - zu wenig süß. In der Nacht hat das süße Zeug (hauptsächlich der Hollunder-Saft) schon ordentlich Zahnbelag aufbauen lassen und ich habe mich nach einer Zahnbürste gesehnt - würde ich das nächste Mal mitnehmen.
Das Team: Ich wäre gerne (lieber) zu zweit gefahren, es hat sich leider nichts Konkretes ergeben. Das Fahren zu zweit hätte einige wenige, aber gewichtige Vorteile: gemeinsam etwas Erleben gibt wesentlich mehr her - und das auch auf Jahre im Nachhinein (Anekdoten!). Hilfe bei Unfall/Panne, effizientes Windschattenfahren, Motivation unterwegs... Das Alleinefahren hat auch seinen Reiz, besonders beim Fahren auf verlassenen Nebenstraßerln drängt sich ein Vergleich zu einem einsam dahintrottenden grauen Wolf auf, und hat auch was Beschauliches-Meditatives: Es gibt kein Plappern, kein Jammern von mir und/oder vom Partner, für die Navigation ist genau einer verantwortlich und der hat die Konsequenzen auch auszubaden; man hat ausschließlich auf die Bedürfnisse des einen Körpers Rücksicht zu nehmen (das eigene Tempo! Klo-, Essens, Entspannungs-Pausen, Halt für Kleidungswechsel...).
Ohne Gepäcktransport-Team (Wolfgang, Roland) hätte ich die Tour gar nicht angehen können.
Ein Begleitfahrzeug wäre ökologisch für mich verwerflich, aber auch emotionell könnte ich mir diesen Dienst nicht vorstellen. Hätte zwar den großen Vorteil, kein Gepäck mitschleppen zu müssen, aber ich kann mir nicht vorstellen, bei Durchhängern (und da gibt es einige) noch weiterfahren zu wollen. Allein hat man keine andere Wahl - und das ist gut so!
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