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Hauptradrouten nehmen Gestalt an

Wegweisung in neuem Design - in einem ersten Schritt werden 13 Hauptradrouten in Graz und im Grazer Umland bis zum kommenden Frühjahr optisch mit 700 Wegweisern und farbigen Bodenmarlierungen gestaltet. Bis "HR" auch "hoher Radverkehrsstandard" heißt, wird es aber noch dauern.


Schau-Schildermontage...
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...in Schwarz-Grün
...in Schwarz-Grün
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Es handle sich "um so was wie die Schnellstraßen in  Graz und ins Umland", übersetzte Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder für die JournalistInnen die Bedeutung des Hauptradrouten-Konzepts, das seit 2006 in einer Arbeitsgruppe des Landes erstellt wurde. Am Anfang stand übrigens die Idee von ARGUS, namentlich von Ben Hemmens, begleitet wurde der Prozess von Obfrau Heidi Schmitt und Stephan Landgraf. Die Koordination erfolgte durch die Forschungsgesellschaft Mobilität FGM.

Dabei geht es nicht nur um die Wegweisung, die so gestaltet sein soll, dass man als OrsunkundigeR auch ohne Rad(Stadt)plan zurechtkommt. Ein weiteres Merkmal ist die Durchbindung in die Umlandgemeinden. Die 13 "HR" bekommen Nummern und Farben zugeordnet, die sich auch in den Markierungen wiederfinden. Finanziert wird die rund 270.000 Euro teure Infrastrukturinvestition jeweils zur Hälfte von Land und Stadt, wie bei der Pressekonferenz verraten wurde.

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Übersichtsplan
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Geänderte Radsymbole
Vizebürgermeisterin Lisa Rücker, die derzeit vor allem durch beabsichtigte Parkplatzreduktionen im Straßenraum mit rauhem Gegenwind zu kämpfen hat, bekannte sich generell dazu, dass alle Maßnahmen "dazu führen müssen, dass weniger mit dem Auto gefahren wird". Besonderes Augenmerk legte Rücker darauf, dass die Radsymbole gegendert sind: Es sind sowohl Herren- als auch Damenräder abgebildet.

Seitens von ARGUS wurde unterstrichen, dass es sich um einen begrüßenswerten ersten Schritt handle, der auch die Bedeutung des Verkehrsmittels Fahrrad im öffentlichen Raum sichtbar mache. In Folge müsse auch baulich und organisatorisch ein HR-Standard angestrebt werden. Laut Pflichtenheft müssen sie "flüssig zu befahren sein, was eine gute Fahrbahnqualität, das Vermeiden von Umwegen und die Erfüllung einer Reihe von technischen Kriterien voraussetzt." Außerdem müssen sie "in Zukunft bevorrangt behandelt werden".

Mittelfristig könnte auch in anderen Agglomerationen, wo der Alltagsradverkehr eine größere Rolle spielt, das derzeit touristisch ausgelegte Wegweisesystem ihn ähnlicher Weise ergänzt werden.

(ARGUS)