"Bionx" ist so konzipiert, dass er in alle Fahrräder eingebaut werden kann. Das Produkt wird als "intelligentes Fahrrad" oder Bike mit "Energiemanagment-System" verkauft mit der Betonung darauf, dass es sich weiterhin um eine Fahrrad handelt, bei dem ohne Treten nichts geht. Gezielt wird auf ein Zielpublikum, dem aus Gründen der Topografie, der Entfernung oder der beruflichen Correctness ein nur mit Muskelkraft betriebenes Fahrrad zu wenig ist. Doch nicht nur im Alltagsverkehr könnte das Pedelec bald eine größere Nische für sich beanspruchen: In Flachau werden Pedelecs versuchsweise touristisch eingesetzt, in der Schweiz fördert man den Einsatz durch ein Netz an Ladestationen entlang der Radreiserouten. Aus der Schweiz kommt auch der in Europa best beurteilte "eingebaute Rückenwind", der „Flyer“ des schweizerischen Herstellers Biketec. "Bionx" wird derzeit noch in geringer Stückzahl in Kanada gefertigt. Ende 2009 soll sich das ändern, wenn in Weiz die neue Generation des Motors vom Band läuft. 50 Jobs sollen geschaffen werden, für 2010 ist eine Stückzahl von 15.000, im Folgejahr bereits von 25.000 Motoren angepeilt. Derzeit wird mit der Forschungsgesellschaft für Mobilität (FGM) ein Mobilitätskonzept erarbeitet, das direkt auf das Pedelec ausgerichtet ist. Eine Investorengruppe rund um Gingl plant darüber hinaus ein Gesamt-Fahrradprogramm mit Bikes, die speziell im Berufsverkehr eingesetzt werden können. Weitere 50 bis 100 neue Arbeitsplätze könnten dafür geschaffen werden. Gingl, der auch stellvertretender Vorsitzender von Magna International ist, will gemeinsam mit den Feistritzwerken-Steweag eine ARGE gründen, um den regionalen Markt und die Versorgung über solarbetriebene E-Tankstellen zu sondieren. (ARGUS) |



