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Wieder tödlicher Radunfall im "Toten Winkel"
| Ein 27-jähriger Radfahrer ist am 12. November in Graz-Don Bosco von einem Lkw erfasst und tödlich verletzt worden. Laut Polizei hat ein 48-jährige Lkw-Lenker aus der Weststeiermark den vorschritsmäßig querenden Radler übersehen und ihn beim Rechtsabbiegen überrollt.
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Zu dem Unfall kam es gegen 10.00 Uhr bei der Unterführung Don Bosco. Der Lkw war auf der Kärntnerstraße Richtung Süden unterwegs und wollte rechts in die Wetzelsdorfer Straße einbiegen. Wegen des Rotlichts hielt er an, übersah aber, als er wieder anfuhr, den auf dem Geh-/Radweg in die gleiche Richtung fahrenden und eben auch bei Grün querenden Radler. "Plötzlich habe es einen Pumperer gemacht", schilderte die Polizei die Aussagen des 48-Jährigen.
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"Plötzlich ein Pumperer"
| Der Radfahrer, der ebenfalls Richtung Süden unterwegs war, die Kreuzung aber geradeaus am Radweg passieren wollte, fuhr ebenfalls bei Grün los. Er befand sich offensichtlich vom Lkw-Lenker aus gesehen im "Toten Winkel" und wurde vom rechten Vorderrad und anschließend auch von den hinteren Rädern des Lkw überrollt. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen des alarmierten Rettungsteams blieben erfolglos.
Erst Mitte bis Ende Oktober war es in Wien zu einer Serie tödlicher Verkehrsunfälle mit Radfahrern und Lastautos gekommen. Damals waren innerhalb von zwölf Tagen drei Zweiradler verunglückt. In Graz war Anfang August eine Radlerin von einem überholenden Lkw getötet worden, in Halbenrain wurde erst Ende Oktober eine Seniorin ihn ähnlicher Situation schwerst verletzt.
Wie die Statistik zeigt, waren die Radunfälle heuer bisher in Graz rückläufig: Bis Ende August wurden 263 Verletzte gezählt, 2007 waren es im gleichen Zeitraum 275. Allerdings gab es drei Tote - soviel, wie in den vergangenen fünf Jahren zusammengenommen. Neben den erwähnten tödlichen Lkw-Kollisionen in Don Bosco und Stattegg war dies ein nächtlicher Alleinunfall eines Radfahrers in Andritz.
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Appell von ARGUS
| Das KfV, in der "Kleinen Zeitung" dazu befragt, sucht die Schuld für die tödlichen Lkw-Begegnungen primär bei den Opfern: Zu den verhängnisvollen Fehlern der Pedalritter gehöre, "den toten Winkel des Kfz nicht zu beachten", fiel Dieter Krainz dazu ein. (Die am nächsten Tag veröffentlichten Leserbriefe befleißigten sich einer angemesseneren Sichtweise, Anm.)
ARGUS Steiermark forderte in einer Presseaussendung technische Maßnahmen und eine spezielle Schulung von Lkw-Lenkern, appellierte aber auch an die RadlerInnen, gerade beim Rechtsvorbeifahren an Schwerfahrzeugen besondere Vorsicht walten zu lassen und nötigenfalls auch auf den Vorrang zu verzichten.
Nachtrag: Am 06.12., 13.00 Uhr, beginnt am Südtiroler Platz ein "Memorial Ride" nach don Bosco, wo ein "Ghost Bike" zum Gedenken an den tödlich Verunglückten aufgestellt wird.
(ARGUS)
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