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Mehr Sicherheit: Nummerntafel für Radler
"Kronen Zeitung" vom 12./13.12.2008 , Seite 24 u. 23

VP-Planungsstadträtin Eva Maria Fluch will Nummernschilder für Räder, um rücksichtslose Radfahrer zur Verantwortung zu ziehen. Und: Den Plänen der grünen Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker, Fußgängerzonen und Teile des Stadtparks für Radler zu öffnen, erteilt der schwarze Koalitionspartner nun eine Abfuhr.

"Die Grünen wollen Fußgängerzonen für die Radfahrer öffnen. Wir wollen das nicht", stellt VP-Stadträtin Fluch unmissverständlich fest. "Wir wollen Schutz für alte Menschen und Gehbehinderte, die nur schwer ausweichen können und oft wirklich Angst haben, wenn sie einen Platz überqueren." - Angesprochen ist etwa der Franziskanerplatz, aber auch Sporgasse und Schmiedgasse.

Die VP erteilt auch Plänen einen Absage, die vorsehen, Teile des Stadtparks für Radler zu öffnen - die grüne Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker will ja Radwege im Park, wofür es schon vom obersten Naturschützer der Stadt, Wolfgang Windisch, herbe Kritik gab.

Fluch will Vorrang für Fußgänger und sagt rücksichtslosen Radfahrern den Kampf an. Nummernschilder für Räder sollen her. Fluch: "Es gibt zahlreiche Stellen in Graz, wo Radfahrer Fußgänger in Angst und Schrecken versetzen. Wenn Räder Nummernschilder haben müssen, kann man die Fahrer leichter zur Verantwortung ziehen und anzeigen." Fluch erhofft sich so einen Erziehungs-Effekt für die Pedalritter.

Fluch wird an den Bund herantreten, um ein Pilot-Projekt in Graz auf die Beine zu stellen. Zudem hätten Fußgänger zu wenig Platz. Fluch: "Ich habe mir dieSituation auf dem neuen Franz-Josef-Kai angeschaut. Leute mit Kinderwagen, Kindern oder Hunden sind dort von Radfahrern echt gefährdet."

GERALD RICHTER


"Kronen Zeitung" vom 13.12.2008, Seite 23

Nummerntafel für Grazer Räder? VP-Vorstoß sorgt für Aufregung
"Argus" empört: Polit-Show auf dem Rücken der Pedalritter

Nummernschilder für Fahrräder gegen Radler-"Rowdies", die Fußgänger gefährden - dieser Vorstoß von VP-Stadträtin Eva Maria Fluch sorgt für heftige Reaktionen. Die grüne Verkehrsstadträtin Lisa Rücker ortet viel zu hohe Kosten und keinen Sicherheitsgewinn. Die Rad-Lobby "Argus" spricht von Populismus.

Unzählige Anrufe und E-Mails gingen in den vergangenen beiden Tagen in der "Krone"-Redaktion ein. Ein Vorstoß von Stadträtin Fluch sorgt für heiße Diskussionen: Soll man Räder mit Nummerntafeln ausstatten, um "Rowdies", die Fußgänger gefährden, besser und rascher zur Verantwortung ziehen zu können?

Viele Radler sind empört. Heidi Schmitt, "Argus"-Obfrau: "Fluch wechselt politisches Kleingeld. Die Diskussion um mehr Schutz für Schwächere wird auf dem Rücken der Radfahrer ausgetragen." Auch Lisa Rücker, grüne Verkehrsstadträtin, kritisiert Fluch: "Nummerntafeln lösen das Sicherheitsproblem nicht und sind mit enormen Kosten verbunden. Für ein friedliches Miteiander brauchen wir Aufklärungsarbeit."

Fluch sieht in den Nummerntafel weiter einen gangbaren Weg, will aber auch bauliche Maßnahmen für die Sicherheit von Fußgängern setzen. Was ist Ihre Meinung? Auf www.steirerkrone.at zählt ihre Stimme.
G. Richter

Letzte Änderung:
12.02.2009
Wolfgang Wehap
wolfgang.wehap@apa.at

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