VP-Planungsstadträtin Eva Maria Fluch will Nummernschilder für Räder, um rücksichtslose Radfahrer zur Verantwortung zu ziehen. Und: Den Plänen der grünen Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker, Fußgängerzonen und Teile des Stadtparks für Radler zu öffnen, erteilt der schwarze Koalitionspartner nun eine Abfuhr.
"Die Grünen wollen Fußgängerzonen für die Radfahrer öffnen. Wir wollen das nicht", stellt VP-Stadträtin Fluch unmissverständlich fest. "Wir wollen Schutz für alte Menschen und Gehbehinderte, die nur schwer ausweichen können und oft wirklich Angst haben, wenn sie einen Platz überqueren." - Angesprochen ist etwa der Franziskanerplatz, aber auch Sporgasse und Schmiedgasse.
Die VP erteilt auch Plänen einen Absage, die vorsehen, Teile des Stadtparks für Radler zu öffnen - die grüne Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker will ja Radwege im Park, wofür es schon vom obersten Naturschützer der Stadt, Wolfgang Windisch, herbe Kritik gab.
Fluch will Vorrang für Fußgänger und sagt rücksichtslosen Radfahrern den Kampf an. Nummernschilder für Räder sollen her. Fluch: "Es gibt zahlreiche Stellen in Graz, wo Radfahrer Fußgänger in Angst und Schrecken versetzen. Wenn Räder Nummernschilder haben müssen, kann man die Fahrer leichter zur Verantwortung ziehen und anzeigen." Fluch erhofft sich so einen Erziehungs-Effekt für die Pedalritter.
Fluch wird an den Bund herantreten, um ein Pilot-Projekt in Graz auf die Beine zu stellen. Zudem hätten Fußgänger zu wenig Platz. Fluch: "Ich habe mir dieSituation auf dem neuen Franz-Josef-Kai angeschaut. Leute mit Kinderwagen, Kindern oder Hunden sind dort von Radfahrern echt gefährdet."
GERALD RICHTER