RadlerInnen waren bei Temperaturen leicht unter Null nur vereinzelt unterwegs, die dick vermummten ARGUS-RadlerInnen mussten sich das Terrain aber mit zahlreichen NaujahrsspaziergängerInnen teilen. Nach der etwas eckigen Einmündung in den Tannhofweg, der Querung der Kirchbergstraße und dem kurzen Stück schmalen Geh-/Radweg entlang der Mariatroster Straße ging es rechts weg über die - noch gesperrte - Holzbrücke vorbei an von EisläuferInnen bevölkerten Teichen. Noch - hoffentlich noch - wurde hier eher wild geparkt und am Parkplatz kaum eine Furt für die passierende RadlerInnengruppe frei gelassen. Durch das - aus Naturschutzgründen nicht beleuchtete - Wäldchen kommt man zu einer weiteren Holzbrücke, auf der man ein zweites Mal den Mariatrosterbach quert. Im rechten Winkel stößt man dann auf die Purbergstraße, die wir anschließend für den (moderateren) Anstieg auf den Purberg/ Kirchberg nutzten, um zum Gasthof Pfeifer (Kirchenwirt) zu gelangen. Weiter über die Conduzzigasse (Conduzzi = Begründer der Mariatroster Marienwallfahrt Ende des 17. Jahrhunderts), die jüngst in öffentlichen Besitz übernommen wurde und 2009 saniert wird, erreichte die Gruppe den Endpunkt Kurzeggerstraße. Hier fehlt noch der - wichtige - Anschluss in die Marlandsiedlung, der entweder zwischen Tankstelle und Siedlung Kurzeggerstraße oder direkt entlang der Mariatrosterstraße weiter bis zu einem künftigen Kreisverkehr hergestellt werden soll. Die letzte Ausbaustufe sieht dann einen straßenbegleitenden Geh-/Radweg bis zum Sportplatz/ Abzweigung Neusitzgasse vor. Vor der "Bergwertung" zum Kirchenwirt wurde quasi als Aperitiv mit feinem italienischen Sekt ("Brut delle Contesse" von dem kleinen Ein-Mann-Weingut Costalunga bei Vicenza), gestiftet von Heidi und Stephan auf das Neue Radljahr angestoßen. Verbesserungsvorschlag für Leechwald-Route Nach der Mittagsrast und einem Kurzbesuch in der Basilika wählten wir für die Rückfahrt den Roseggerweg durch den Leechwald, der zu dieser Zeit den Spaziergängern gehört, aber auch für RadlerInnen geöffnet ist. Leider nur bis zur Rettenbacherstraße. Will man nicht zurück hinunter ins Mariatrostertal, dann müsste man ein kurzes Stück bis zum Weg durch das LKH-Gelände schieben, um dann bergab über die LKH Zufahrt parallel zum Roseggerweg zur Hlmteichstraße zu gelangen. Die Hilmteichstraße querend rollen wir dann über den Födransbergweg weiter Richtung Uni. Im Stadtpark warfen die noch verbliebenen AusflüglerInnen einen Blick auf die von ARGUS zur Öffnung vorschlagenen Park-Routen. Ein Konzept der moderaten Öffnung bzw. flexibleren Auftreilung bestehender Wege (durchaus auch zum Vorteil der FußgängerInnen), das für den Stadtpark und den Augarten von Stephan Landgraf erstellt wurde, ist Vizebürgermeisterin Lisa Rücker bereits übermittelt worden. Es war eine gelungene zweite Auflage der ARGUS-Neujahrsausfahrt. Im Übrigen gar keine so ganz neue Idee, wie ein Blick in die Historie zeigt: So hat der 1885 gegründete Grazer Radfahrer-Club 1896 eine Neujahrsausfahrt gemacht, und vermutlich nicht die erste. Trotz einiger Parallelen wie etwa ein stadtnahes Gasthaus als Ziel war der Schwerpunkt damals doch eher ein sportlicher und kein verkehrspolitischer. |

