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Fahrrad an den Grazer Unis allen voran

Das Fahrrad ist an den vier Grazer Unis das Verkehrsmittel Nr. 1. Wie eine Befragung zeigt, sind hochgerechnet 14.000 Studis und Lehrende immer mit dem Rad mobil, wobei die an der Medizin-Uni und an der TU am höchsten sind.   


Dienstfahrräder an der Uni
Dienstfahrräder an der Uni
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Uni RESOWI-Zentrum
Uni RESOWI-Zentrum

TU Rechbauerstraße
TU Rechbauerstraße

Die 2008/09 per Onlinebefragung vom Institut für Geographie und Raumforschung "georaum" (Friedrich M. Zimmermann/ Susanne Janschitz/ Anna Hagauer) erhobenen und  ausgewerteten Daten (12,2 % Rücklauf/ 2.491 Mitarbeiter, 3.457 Studierende) weisen einen durchschnittlichen Radverkehrsanteil von 37,2 % (MUG), 36,1 % (TU), 22,4 % (KFU) und 20,2 % (KUG) auf. Der Autoverkehrsanteil liegt zwischen 6,4 (MUG) und 16,3 % (KUG), der Öffi-Anteil zwischen 11,2 (MUG) und 21,7 % (KFU), der Anteil der zu Fuß erledigten Wege zwischen 6,2 (MUG) und 19,5 % (KFU), wobei jeweils nur ständige NutzerInnen der jeweiligen Verkehrsmodi (nicht aber die 25 bis 40 Prozent Wechsler) gezählt wurden.

Interessant auch, dass rund die Hälfte der Radler auch im Winter durchhält. Wenn umgestiegen wird, dann nicht auf das Auto ausweicht, das im Winter nur einem um zwei Prozentpunkte höheren Anteil hat, sondern auf Öffis oder Schusters Rappen. "Die Radfahrer sind hartgesotten, und hier gibt es auch keine Unterschiede zwischen Männer und Frauen", betonte Zimmermann am 10.03. bei der Pressepräsentation. Er selbst kommt mit dem Drahtesel zu seinem Arbeitsplatz oder geht zu Fuß: "Elf Minuten mit dem Rad oder 22 per pedes".

Die Radnutzung zwischen Sommer und Winter differiert dennoch beträchtllich: So schwingen sich in der warmen Jahreszeit 52 Prozent der MedizinerInnen "immer" auf den Sattel, wenns kalt wird, sind es (nur) noch 22,4 Prozent (TUG 48:24,2, KFU 31,6:13,1, KUG 27,4:13). Die "SommerradlerInnen" steigen vornehmlich auf Öffis um oder gehen zu Fuß. Das Auto wird kaum als Winter-Alternative gesehen: Die Kfz-Nutzung steigt in der kalten Jahreszeit nur um zwei Prozentpunkte.   

Über 20 Minuten und 4 km kritisch
Die kritische Distanz für RadfahrerInnen wird (von über 70 Prozent der Befragten) mit 20 Minuten Zeitaufwand verortet, 75 % der RadlerInnen legen in der Praxis mindestens 4 km zum und vom Arbeits- bzw. Studienplatz zurück. Umstiegspotenzial wird von den Studienautoren vor allem bei den Studierenden gesehen. Als Argumente für die Verkehrsmittelwahl werden - wenig überraschend - Zeit, Flexibilität und Kosten angeführt.

Erhoben wurden im Zuge der Befragung aus Sicht der RadfahrerInnen kritische Punkte im (Rad-)Verkehrssystem. Der sich daraus ergebende Optimierungsbedarf soll in Zusammenarbeit mit der Stadt Graz in Angriff genommen werden. Vorrangig gefordert werden bessere und sichere Verbindungen zwischen den Unis und die Anbindung der verschiedenen Uni-Standorte an das Radwegenetz. Verbesserungsvorschläge, die das Areal der Unis betreffen - etwa Abstellanlagen, Servicestellen - werden im Rahmen des Projekts Externe Verknüpfung "UniMobil_4U" in Angriff genommen. 

(ARGUS)