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CityRadeln: Wohl geordnetes Chillen im Pulk

Die Stadt erfand ein neues After-work-Format und rund 300 RadlerInnen kamen: So gesehen war das erste CityRadeln am 28.04. ein Erfolg.


Opernring/ Eisernes Tor
Opernring/ Eisernes Tor
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Warten in der Wielandgasse
Warten in der Wielandgasse
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Waren es früher die Sternfahrten, die radelnde Massen gemeinsam auf die Straße bringen sollten (und in Graz selten bis nie brachten), so sind es nun Rundfahrten auf Hauptverkehrsstraßen, und zwar unorganisiert wie bei der Critical Mass und organisiert wie seit 28.04. beim "CityRadeln". Erfunden hat das neue Format Daniela Hörzer, zuständig für Marketingangelegenheiten bei der Verkehrsplanung der Stadt. Am Autofreien Tag 2009 erfolgte der Probelauf, und weil es dabei so gut klappte, gibt es heuer fünfmal Cityradeln.

Grundsätzlich ist nichts zu sagen gegen einen gemeinsamen Chill out am Radl. Überpünklich um 18.00 Uhr setzte sich bei der "Premiere" der Tross vom Karmeliterplatz aus in Bewegung, nicht voher die entsprechende Sicherheitsadjustierung in Form einer reflektierenden Schleife - mit Aufdruck aller Sponsoren - bekommen zu haben. Zumindest Helmpflicht war keine verordnet. Dicht war das Spalier der gelbbejackten OrdnerInnen vorne, hinten und auf der Seite. Auch die Polizei zeigte Flagge - leider hauptsächlich motorisiert.


CityRadeln vs. FPÖ-Kampagne
CityRadeln vs. FPÖ-Kampagne
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Geordnetes Warten
Geordnetes Warten
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Don Bosco
Don Bosco
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Da legst di nieder...
Da legst di nieder...
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Kilometerreicher Sommer für PulkradlerInnen
Wettermäßig standen die Zeichen auf Sommer und kurzer Hose, die Ampeln auf Gelb-Blinken und Halt für den Querverkehr. Geradelt wurde trotzdem im Stopp-and-go-Betrieb: Einmal recht flott, dann wieder zum Umfallen langsam, öfters aus nicht eruierbaren Gründen unterbrochen von Wartepausen. Alles verlief brav, nicht einmal die Musik von Radio Graz war über Gebühr laut - weiter hinten fragte man sich ob des nur zu erahnenden Sounds, ob da nur ein Autoradio spiele. So blieben ab und zu Ansätze zu einem Klingelkonzert die einzige phonetische Attraktion.

Die wartenden Kfz-LenkerInnen waren diszipiniert, angesichts einer derartigen Ordnungs- und RadlerInnenmacht blieb ihnen auch nichts anders übrig. Wenn was außerhalb der wohl geordneten Bahnen lief, dann hin und wieder die Gelbjacken, die hurtig und flink die Herde zusammenhalten wollten und dabei auch über die Gehsteige flitzten.

Wie alle Externe Verknüpfung 
CityRadeln-Touren trug auch die erste den Namen eines Sponsors, des Citypark. Als Labung gabs dort am dunklen Parkdeck Bananen und Coca Cola. 17 Kilometer war diese Tour lang, am Autofreien Tag sollen es sogar 25 werden. Zählt man die immer am letzten Freitag beim Südtiroler Platz (16.30 Uhr) abgehende Critical Mass (selbstverständlich keine Konkurrenz, sondern Ergänzung..., Anm.) dazu, dürfte der Sommer 2010 für engagierte RundstreckenradlerInnen ziemlich kilometerreich werden. 

Diesmal scherten einige schon vor dem offiziellen Ende aus - zu verlockend war es, wenn man (wie ich, Anm.) schon an der eigenen Wohnadresse vorbeifuhr, den Chill out daheim fortzusetzen.

RZ 



Retrobikes
Retrobikes
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Unterwegs
Unterwegs
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