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Entlang neuer Schienen im Laßnitztal mit Koralmblick

Ist man nach Deutschlandsberg unterwegs und interessiert an der neuen Koralmbahn, zahlt sich eine kleine Radtour am Infopfad von Wettmannstätten oder Werndorf her aus. Geboten wird nicht nur ein Tunnelblick.


Lassenberg
Lassenberg
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Nebel über Feldern
Nebel über Feldern
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Baustelle Bhf W-Stmk
Baustelle Bhf W-Stmk
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Das traf sich gut: Einige aus ARGUS-Gruppe wollte sich das Radballturnier in Deutschlandsberg anschauen, die Fortschritte an der Koralmbahn interessierten sie auch und zum Radeln lud das für Mitte Jänner ungewöhnlich milde Wetter - rund 14 Grad Tagesmaxiumum - ein. So verließen wir in Wettmannstätten die Doppelstock-Garnitur der GKB - die neuen Stadler GTW sollten erst zu einem späteren Zeitpunkt auf dieser schnelleren Verbindung nach Deutschlandsberg (S6) zum Einsatz kommen - und waren gleich beeindruckt von dem großzügig angelegten neuen Bahnhof, vor allem von der schönen Fahrradabstellanlage.

Vom Bahnhof steuerten wir ein Stück nach Süden in den Ort, um dann rechts auf einer niederrangigen Straße entlang der Hügelzuges ´gen Westen zu radeln. Zum Teil, aber nicht durchgängig ist diese Route als "Floriani Radweg" ausgeschildert, über Strecken deckt sie sich auch mit dem "Infopfad", den die ÖBB für Koralmbahn-Interessierte ausgeschildert hat. Tatsächlich hat man hier gute Ausblicke auf die neue - zum Zeitpunkt unseres Ausflugs in Bau befindliche - schnurgerade Trasse, den Bahnhof Weststeiermark und das Portal zum Koralmtunnel.    


Brücke bei Frauental
Brücke bei Frauental
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Koralmtunnel Portal
Koralmtunnel Portal
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Stadtwald DL
Stadtwald DL
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Anschlüsse in alle Richtungen
Von Lassenberg fuhren wir durch teilweise noch schneebedeckte Felder, über die sich mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen Nebel erhob. Durch Grünau an der Laßnitz streiften wir Groß-St. Florian im Süden und um schließlich über eine kühne Brücke auf Höhe Bahnhof Weststeiermark in Frauental auf die L601 Grazer Straße zu stoßen und über den Stadtwald in DL einzureiten. Nun noch über den Hauptplatz und die Bahnübersetzung (der alten GKB-Strecke) und schon ist man am Fuß der Burg Deutschlandsberg beim Jugend- und Familiengästehaus (Jufa), das seit 2009 auch das steirische
Rad- und Bikezentrum beheimatet. 

Für die abendliche Rückfahrt wählten wir - über den idealen Abschneider Geh-/Radweg Kapellenweg - die GKB via Lieboch (S61) retour nach Graz. Freilich ließe sich die 20-km-Tour in beide Richtungen verlängern: Nach Osten um ca. 10 km über die Waldschacherteiche/ Zehndorf, Grötsch zum Bhf. Hengsberg und weiter mit Schleifen (u.a. wegen der Umfahrung Hengsbergtunnel) nach Werndorf zum R2-Murradweg, nach Westen zum R4 Schilcherradweg bis Stainz und weiter auf dem R9 Erzherzog-Johann-Radweg nach Graz, was dann - ohne Zuhilfenahme des schienengebundenen "Freunds" - von Graz aus eine doch ausgiebige Runde durch die Südweststeiermark ergibt.

WW Jänner 2011