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Zwei schöne Routen in die Oststeiermark

Wechselhaft das Wetter, abwechslungsreich die Tour: Am 08.05. ging es nach Gleisdorf, wo neue Radverkehrslösungen und alte Räder präsentiert wurden. Dazwischen gab es schöne Ausblicke.

Die Gruppe war heterogen wie selten, neben den ARGUS-StammtouristInnen waren Mitglieder von einem 2CV-Club sowie Interessierte, die über einen Wander-Blog und die Plattform "bikeboard" angeworben wurden, dabei - in summa 21 Personen. Erst auf der Schemmerlhöhe dazu stieß Oldtimer-Spezialist Sepp Schnalzer, der mit einem Styria aus dem 1930er-Jahren ein Stück mitfuhr ("Neues Rad habe ich keines"), aber es auch bei "einem Stück" beließ, weil der Freilauf Mucken machte.


Die Gruppe
Die Gruppe
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Kleebergwarte
Kleebergwarte
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Neubau Radweg
Neubau Radweg
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Neuer RW zum Stadion
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Vom Kleeberg-Gipfel ins Mekka der "Warmduscher"
Horst Koschuta hatte Externe Verknüpfung 
die Strecke vorweg ausgetestet, kilometriert und einen perfekten Zeitplan entworfen - der natürlich nicht eingehalten wurde, was aber nicht weiter störte. Vom Start bei der Münzgrabenkirche bewegte sich die bunte Schar über Raaba, wo einige "zustiegen", auf dem R49 mit Anstieg - ohne gehts nicht -, dann am Bergrücken bis Kogelbuch zum Europaberg und zur Kleebergwarte. Der Aussichtsturm steht unter dem Motto "Aufitraun - Obischaun" und überragt den Gipfel des 499 m hohen Kleebergs um 32 m. Der Rundblick über den Schöckel und das oststeirische Hügelland bis ins Burgenland ist gewaltig. Inzwischen hatte sich das zunächst strahlende Blau des Himmels ziemlich verdunkelt.

Weiter ging es über den WZ11 und Urscha zum R11, Raabtalradweg, hinunter nach Gleisdorf. Während ein Teil der Gruppe, vom Hunger übermannt, gleich in die Kirchentaverne einfiel, folgten die verkehrspolitisch Interessierten dem örtlichen Umweltreferenten Gemeinderat Karl Hierzer (Grüne) auf eine technische Tour durch das Gleisdorfer Radverkehrsnetz. 350.000 Euro gibt die 5.600 Einwohner-Stadt im Jahr für den Radwegebau aus, nach zähen Anfängen sind nun erste Erfolge erkenn- und erfahrbar. Vor allem die Erschließung des Businesspark und des Sportstadions wurde und wird vorangetrieben, schon einige Zeit in Betrieb sind zwei Routen durch den Stadtpark.

Wobei Gleisdorf auf dem Sektor Energieeffizienz und Nutzung nachhaltiger Ressourcen (Biomasse, Solar) überhaupt einiges zu bieten hat: So kommt 1 m² Kollektorfläche auf einen Einwohner, was rechnerisch dem Bedarf an Warmwasser fürs Duschen gleichkommt.      


Freiluft-Präsentation
Freiluft-Präsentation
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Gasthaus Saulauf
Gasthaus Saulauf
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Max´ Oldies Schau im Vorgarten
Der nächste Programmpunkt, an dem auch die wieder gestärkten Ausgescherten teilnahmen, führte in die velozipedale Vergangenheit:
Max Reder, vom Beruf Grafiker und von Passion Radsammler und -bastler, hatte seine Oldtimer aus dem Keller geholt und im Vorgarten präsentiert. Einige Waffenräder, hiesige Fabrikate wie ein Graziosa (Albl) oder ein Gingl aus Fehring werden ergänzt durch französische, deutsche und tschechische Nieder- und Hochräder. Diese Gelegenheit rief auch Radmuseumsdirektor Egon Lampl mit Gattin Rosi auf den Plan, die allerdings nicht mit dem Rad, sondern mit einem VW 181 ("Kübelwagen") mit Folgetonhorn auf diesen traten.

Die dunklen Wolken hatten sich inzwischen weiter verdichtet, es tröpfelte und die Temperatur war spürbar gefallen. Um nicht beim Bestaunen und Fachsimpeln weiter auszukühlen, machte sich der Großteil auf den Weg zum Gasthaus Saulauf nahe Schloss Freiberg, 5 km außerhalb und etliche Hm oberhalb von Gleisdorf. Im Wirtshaus alten Stils erwarteten uns Brettljause und Apfelstrudel, leider keine warme Speisen, die es nur gegen Vorbestellung gibt. (Soweit die wirklich minimale Kritik an der Organisation.)


Bergwertung Sulzberg
Bergwertung Sulzberg
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Auf der Rückfahrt
Auf der Rückfahrt
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Ergiebige 80 km
Von der Rückfahrt mit der Bahn ab Gleisdorf machten nur wenige Gebrauch, weniger wegen mangelnder Kondition denn mangels entsprchender Ausrüstung aus Angst vor dem Wetter. Dieses blieb aber einigermaßen stabil - der Wind hatte die dräuenden dunklen Wolken vertrieben.

So ging es auf einer schnelleren, weil kürzeren und mit weniger Hm gespickten Route zwischen Autobahn und Bahn über Laßnitztal, Nestelbach und Hönigtal zurück nach Graz-St. Leonhard. Dort, im Randgebiet der Stadt, war noch ein Slalom durch NachmittagsspaziergängerInnen, JoggerInnen und HundeäußerlführerInnen zu absolvieren, ehe sich die dahinschmelzende Gruppe - nach gut 80 km inkl. Gleisdorfer Stadtrundfahrt und 680 Hm sowie praktisch pannenfrei - vollends in Wohlgefallen auflöste.

WW  (Mai 2011) 



Erste Labung auf der Schemmerlhöhe
Erste Labung auf der Schemmerlhöhe
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Klaus und Gerti
Klaus und Gerti
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Monika und Walter
Monika und Walter
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Löwenzahnfeld am Kleeberg
Löwenzahnfeld am Kleeberg
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Pause im Unterbau der Kleebergwarte
Pause im Unterbau der Kleebergwarte
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Minerva
Minerva
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Sepp Schnalzer
Sepp Schnalzer
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Gemeinderat Karl Hierzer
Gemeinderat Karl Hierzer
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Karin Reder und Nachbarin
Karin Reder und Nachbarin
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Steuerkopfschild Steyr
Steuerkopfschild Steyr
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Edle alte Teile
Edle alte Teile
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Puch Kettenblatt
Puch Kettenblatt
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Stella
Stella
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