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Charity-Tour ans Schwarze Meer als Herzensanliegen

Gregor Fink pedalte von Pischelsdorf ans Schwarze Meer. Immer dem Fließgewässer nach und für "Heartbeat", eine Aktion gegen den plötzlichen Herztod im Sport.


Am Start
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Begleitung in Rabahidveg
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Am Donaudurchbruch
Am Donaudurchbruch
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Am 1. Oktober war Externe Verknüpfung Gregor Fink (31) mit dem Fahrrad aufgebrochen, zunächst entlang des im Kulmland entspringenden Römerbachs, dann - soweit wie möglich - Feistritz, Lafnitz und Raab folgend und schließlich eine lange Strecke am Donaustrom bis ans Schwarze Meer. Übernachtet wurde im Zelt, außer einmal die Woche, wo er sich einen Ruhetag und Quartier in einer Pension gönnte. Die über 2.000 km lange Radreise entlang der Wasserwege hat einen Charity-Hintergrund: Nach dem plötzlichen Herztod seines Bruders betreibt Gregor Fundraising für die Aktion "Heartbeat", die Sportstätten mit Defibrillatoren gegen den plötzlichen Herztod ausstatten möchte.

Sein Kalkül im Sinn der guten Sache: Er möchte jeden Herzschlag auf der Reise um einen Cent versteigern, was bei geschätzten 1,5 Mio. Herzschlägen in summa € 15.000.- bringen sollte. Dafür sollten Defibrillatoren samt Wartung für die Region Kulmland finanziert werden. Um zu dem Geld zu kommen, verkaufte Gregor auf der in einem Externe Verknüpfung Blog dokumentierten Reise und auch sonst "Heartbeat"-Buttons um € 3.- das Stück.

Durch Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, mit Abstecher nach Bulgarien strampelte er den größten Fluß Europas entlang, zum Teil durch ärmliche Dörfer, oftmals verfolgt von Hunden, in der Regel aber freundlich aufgenommen von den Einheimischen.

Nach genau 2267 km gefahrenen Kilometern erreichte Gregor am 3. November das Schwarze Meer im Rumänischen Marea Neagra. Nach etwas Erholung und der Erkundung des Biosphärenparks Donaudelta mit einem Deltaranger sollte es wieder zurück ins Pischelsdorf in der Oststeiermark gehen.


Am Ziel
Am Ziel
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Publikum im Kulturstock
Publikum im Kulturstock
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Ausstellung
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Veranstaltungen im Kulturstock
Sport- und Kulturmanager Gregor verband seinen Kindheitstraum einer Reise flussabwärts bis ans Meer mit einem guten Zweck und knüpfte zugleich an ein älteres Kunstprojekt von Externe Verknüpfung 
"K.U.L.M." an: Vor 15 Jahren war Richard Frankenberger von Pischelsdorf zu Fuß aufgebrochen, um den Weg entlang der Fließgewässer bis an Schwarze Meer zu Fuß zurückzulegen. An Kilometern gemessen war er damals nicht so erfolgreich: Aufgrund gesundheitlicher Probleme kam Frankenberger nur ein Stück weit nach Ungarn hinein und musste aufgeben. 

Nach seiner Rückkehr in die Heimat stellte Gregor in zwei Veranstaltungen im Pischelsdorfer Kulturstock sein Projekt und seine Reise vor: Am 25.11. diskutierte er "Heartbeat" gemeinsam mit Richard Frankenberger in der Runde seiner Unterstützer und moderiert von "Argonaut" Wolfgang Wehap, am folgenden Tag standen Bilder der Reise im Blickpunkt. Außerdem gab es eine Ausstellung, die mit Dokumenten von Frankenbergers künstlerischen Vorgängerprojekt abgereichert war. Apropos Anreicherung: Am Ende der Diskussion mischten Gregor Fink und Richard Frankenberger Wasserproben vom Schwarzen Meer und vom Römerbach, eine symbolische Vermengung der Energien von gestriger und aktueller Unternehmung, von angewandtem Kunstsinn, Sportgeist und sozialem Engagement im Element Wasser.  

Nachtrag: Tatsächlich erradelt hat Gregor 800.000 Heartbeats, letztlich sind es aber 1,1 Mio. geworden, die er finanziert bekommen hat. Mit den € 11.000,- konnten sieben Defis gekauft werden, die ab März 2012 in der Region installiert wurden.

(ARGUS)

Podium im Kulturstock: Kothgasser, Frankenberger, Fink, Ettl, Grabmüller
Podium im Kulturstock: Kothgasser, Frankenberger, Fink, Ettl, Grabmüller
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Der Beweis...
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