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Diebes-Paar verscherbelte Fahrradteile übers Internet

Ein schwunghaften Handel mit Teilen von gestohlenen Fahrrädern hat ein Paar in Graz betrieben. Nun wurden die beiden festgenommen.

Die Polizei wusste schon länger, dass jemand Teile von in Graz gestohlenen Fahrrädern, vornehmlich Mountainbikes, über eine Internet-Verkaufsplattform verhökert. Zwei Jahre ging das so, rund 800 Positionen konnten nachvollzogen werden: Angefangen von Radsätzen über Tretkurbeln und Schaltungen bis zu Fahrradgabeln, Lenker und Sättel wurden innerhlab von Österreich oder nach Deutshcland verkauft und verschickt.

Nicht im Sortiment: Fahrradrahmen, die dem Paar - offenbar wegen der eingestanzten Seriennummer - zu heiß waren und daher in Altmetallcontainern landeten.

Über die Absenderadresse der Teilelieferungen gelang es schließlich, eine in Graz wohnhafte Frau auszuforschen. Ihr Lebensgefährte, ein 41-jähriger, seit 2005 nicht angemeldet in Graz lebender Salzburger, dürfte der Haupttäer sein. laut Polizei hat er die Fahrraddiebstähle zunächst alleine, dann mit Unterstützung seiner Freundin durchgeführt: Mit einem Bolzenschneider bewaffnet, war das Duo von einem Fahrradabstellplatz zum anderen unterwegs, suchte sich geeignet erscheinende Bikes aus, schnitt die Schlösser auf und brachte die Beute nach Huase, wo sie "filettiert" wurde.

Im Zuge einer Hausdurchsuchung wurden zahllose Fahrradteile, sowie insgesamt 31 Mountainbike-Rahmen sichergestellt. Elf Rahmen waren bereits zerteilt und für die Entsorgung vorbereitet. Der Schaden dürfte ca. € 30.000.- betragen. Der 41-jährige und seine 36-jährige Komplizin wurden Ende November festgenommen.

(ARGUS)