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DL: Radartisten-Nachwuchs kann kommen!

Die ö. Meisterschaften im Radball und Kunstradfahren der Junioren findet am 2. Juni im neuen Saalradsport-Zentrum Deutschlandsberg statt. Steirische TeilnehmerInnen wird es diesmal noch nicht geben - noch ist man beim Recruiting. 


Erste "Gehversuche"
Erste "Gehversuche"
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Angehende weiß-grüne Radballer
Angehende weiß-grüne Radballer
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Der Verein Externe Verknüpfung Bike- und Radsportzentrum (RBZ) Deutschlandsberg mit seiner Homebase, der neuen, für den Saalradsport ausgelegten Halle neben dem Externe Verknüpfung Familien- und Jugendgästehaus (JUFA) unter der Burg, hat sich zum Ziel gesetzt, die seit Jahrzehnten in der Steiermark ausgestorbene Indoor-Disziplinen Radball und Kunstradfahren zu neuem Leben zu erwecken. 

Keine leichte Aufgabe, wie Petz Macsek vom Landesradsportverband zu berichten weiß, wenn man "am Rande der Saalsportwelt"  lebt. Nach rund einem Jahr Vorlaufzeit und dem dritten Radball-Turnier, das die "exotische" Disziplin Publikum und eventuell künftigen Interessierten näher bringen sollte, geht man jetzt ans Recruiting: Das erste Radball-Training fand am 16.01. in der Volksschule Wildbach mit Bundestrainer Heinz Wondra statt, der auch in der Osterwoche ein Trainingslager leitet. Inzwischen trainieren die Kids zwei mal in der Woche.

Beabsichtigt ist, vorerst drei (Zweier-)Teams aufzustellen. "Im Herbst könnten wir vielleicht schon in der Meisterschaft mitspielen, wenn wohl auch nur als Kanonenfutter", plant Hallenradsportrefernet Macsek. Außerdem soll eine offene steirische Schüler-Meisterschaft stattfinden.  

Noch schwerer als für Radball - eine männliche Domäne (keine eigene Frauenklassen, bis Jugend sind gemischte Teams möglich, Anm.) - ist es, den Nachwuchs für das Kunstradfahren - mit stark weiblicher Dominanz - zu begeistern. Macsek: "Hier muss man Gefühl mitbringen und kann nicht früh genug anfangen. Und die meisten, die talentiert sind, sind aber leider sportlich schon wo anders engagiert."  Außerdem benötigt man fürs Kunstradfahren einen versierten Trainer, der derzeit nur aus Vorarlberg ausgeliehen werden könnte: "Beim Kunstradfahren braucht man jemanden, der junge Leute mit Können heranführt."


Svenja
Svenja
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Jana
Jana
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Svenja und Jana
Svenja und Jana
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Talente im Gespräch
Talente im Gespräch
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Andere Radsportwelt im Ländle
Svenja (9) stammt aus einer echten Vorarlberger Saalradsportfamilie: Papa Markus Bachmann (Jg. 1968) und Mama Monika (Jg. 1977), gebürtige Schweizerin, lernten sich bei der Kunstradfahr-WM kennen, heute ist Markus sportlicher Leiter des Externe Verknüpfung 
RV Enzian Sulz, choacht gemeinsam mit seiner Frau die Kinder Svenja und Radball-Talent Kevin (15) - eine nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensive Sache. "Wir leben für den Sport, im Vorjahr waren wir bei 40 Meisterschaftsbewerben,"  so Markus, der beruflich einen mittelgroßen Handelsbetrieb führt. 

Svenja hat mit sechs begonnen, heute trainiert sie zwei Mal die Woche ein bis zwei Stunden. Freundin Jana (13) trainiert schon drei Mal, sei wurde 2011 mit dem zweiten Platz in der Staatsmeisterschaft (Schüler) belohnt. Svenja schaffte es auf Platz 9.

Was Svenjas Ziel ist? "Der Maute-Sprung". (Ein Sprung vom Sattel auf den Lenker, Anm.) Ihr Vorbild? "Adriana Mathis vom RC Meiningen." Hobbys? "Einradfahren, zeichnen." Abgesehen vom Kunstradfahren haben Jana Latzer und Svenja Bachmann noch eine große Gemeinsamkeit: Beide möchten Tierärztinnen werden.

680 Straßen-km weiter im Westen wird man, was den Radsport betrifft, mit einer anderen Welt konfrontiert. Im Osten wird zwar in NÖ auch Radball gespielt, aber bei weitem nicht in dieser Intensität wie im Ländle und der Bodensee-Region. So kann man sich in unseren Breiten schwer vorstellen, dass Markus als einer der Organsiatoren der Radball-WM 2008 in Dornbirn das Eisstadion angemietet hat und bis zu 5000 Zuschauer die packenden Spiele verfolgten. Oder wer weiß schon, dass zwei Österreicher (Patrick Schnetzer/ Dietmar Schneider, RV Höchst) amtierende Weltmeister im Radball sind? 


DL war zum 2. Mal...
DL war zum 2. Mal...
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...Schauplatz eines int. Radballturniers
...Schauplatz eines int. Radballturniers
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Radballrad
Radballrad
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Rassige Spiele, geplatztes Finale
Um einen Hauch dieser Begeisterung auch in die Grüne Mark zu bringen, stieg am 14. und 15. Jänner des dritte Radball-Turnier, das zweite internationale. Nicht zum Troß gehörendes Publikum zeigte sich nur vereinzelt, allzu viele Fans würde die Deutschlandsberger Halle auch nicht fassen, zumal es keine Tribüne und nur wenige Sitzgelegenheiten gibt.

"West trifft Ost" könnte das Motto in DL sein, denn die beiden Teams aus Vorarlberg (RV Sulz) und der Schweiz (RV Sirnach) trafen hier auf "neutralem" Boden auf die NÖ-Teams von Schwechat und St. Pölten sowie Gäste aus Ungarn (Baj) und Tschechien (Zlin). In den Pausen gab es Kunstrad-Exhibitions von Svenja und Jana.

Die Spiele waren durchwegs rassig und obwohl das Turnier sicher nicht zur Top-Klasse zählt, ging es ganz schön zu Sache. Das ging gar soweit, dass der Vorarlberger Trainer Markus Bachmann sein bis dahin ungeschlagenes Team im letzten, entscheidenden Spiel nicht antreten ließ, weil sich der Gegner schon zuvor im Match gegen die Schweizer Gäste ziemlich ruppig gezeigt hatte und er seinen an die Elite nur verliehenen Junior Kevin keiner Kraftprobe dieser Art aussetzen wollte. So siegte St. Pölten vor dem RV Enzian Sulz. Kleiner Trost für Kevin: Am nächsten Tag entschied er den Jugend-Bewerb mit seinem Kollegen souverän für sich. 

(WW/ ARGUS)