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Grazer fahren auf alte Räder ab
"Steirerkrone" vom 08.08.2012, Seite 16

Geschäfte restaurieren alte Drahtesel und verkaufen sie Nachfrage ist groß.

In der Murmetropole wird das Rad gerade neu erfunden. Der Trend geht zu Gebrauchträdern. Die sind günstig und haben Charme. Die Nachfrage ist so groß, das sich einige Radlgeschäfte darauf spezialisiert haben, alte Drahtesel wieder herzurichten.

Sagt der Wegwerfgesellschaft den Kampf an: David Bernkopf bringt alte Fahrräder auf Vordermann

In der Kopernikusgasse hat kürzlich die Radlerei aufgesperrt. Besitzer David Bernkopf haucht Fahrradleichen neues Leben ein - mit viel Liebe zum Detail: "Was fehlt, wird durch Originalteile ersetzt; Reifen, Radlschlauch und Kette werden neu gemacht; die Lager geschmiert", sagt der gelernte Werkzeugmacher.

Die alten Räder kauft er auf Flohmärkten. "Das ist wie beim Schwammerlsuchen - die besten Platzerl sind streng geheim", lacht Bernkopf, dessen "Second-Hand-Laden" auch eine Reparaturwerkstätte ist.

Das Angebot reicht vom Klapp- bis zum Rennrad - alles aus heimischer Produktion. "Ein komplett restauriertes ,Puch Jungmeister' aus den 60er-Jahren kostet 300 Euro", sagt Bernkopf.

Ebenfalls auf das Herrichten alter Fahrräder spezialisiert hat sich Rebikel - ein Geschäft befindet in der Keplerstraße, das andere in der Klosterwiesgasse. Die Betreiber sammeln Schrotträder - in Absprache mit der Stadt - von der Straße ein.

ERNST GRABENWARTER