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Grüner See: Ausflug zum Naturjuwel in Hochschwab-Kulisse

Lange schon lockte der Lamingtalradweg R41 zum Grünen See, das Juwel am Fuße des Hochschwabs. Startet man von Graz, in Kombination mit der Bahn eine nette Tagestour, familientauglich. Nur: Am Ziel trüben Autoausflüglermassen die Idylle.


An Baustelle vorbei ...
An Baustelle vorbei ...
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... in den Dschungel
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Vor St. Kathrein
Vor St. Kathrein
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Kleine Bergwertung
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Emma und Karl
Emma und Karl
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Herrliches Panorama
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Hochschwab-Blick
Hochschwab-Blick
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Am Grünen See
Am Grünen See
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Die Tour selbst unternahmen wir ab Bruck/Mur, von und nach Graz zurück nahmen wir die Schnellbahn, die auch am Wochenende stündlich verkehrt. Zu Fünft, mit der siebenjährigen Emma als Jüngste, starteten wir also in Bruck zur 26 km langen, gut beschilderten Tour am Lamingtalradweg R41. Vom Bahnhof rechts geht es ein bisserl Zick-Zack durch Siedlungen und Gärten zwischen Bruck und Kapfenberg hinaus ins Lamingtal.

Nur Flüssiges in St. Kathrein
Kaum ist man draußen aus dem Mürztal, muss man die nächsten Kilometer mit der L111 Tragößer Straße vorliebnehmen. Das ist in Anbetracht des doch starken und schnellen Kfz-Verkehrs nicht ganz so toll. Erst vor St. Kathrein geht es links weg auf eine Radroute - doch halt, obwohl uns eine Tafel signalisierte, dass die Streckensperre (im Zuge eines Kraftwerksbaus) bereits beendet sei, landeten wir mitten in einer halbfertigen Brückenbaustelle. Nach einem Geländeritt und einem netten Abschnitt auf Nebenstraßen machten wir in St. Kathrein Rast. Wir fanden von den ca. vier Gasthäusern eines geöffnet vor, wobei auch dieses nur Getränke ausschenkte, was uns rätseln ließ, ob "Trio" bei "Keine Sterne in Athen ... stattdessen Schnaps in St. Kathrein" wohl diesen Ort gemeint haben kann. Jedenfalls hat die Mitnahme einer Jause auch auf Touren, die nicht abseits der Zivilisation führen, schon was für sich.   

Klare Gewässer, imposanter Hochschwab
Nun ging es meist auf einem Geh-/Radweg die Landesstraße entlang, unterschiedlich breit, mitunter mäßig gewartet (Schotter), einige nicht wirklich gut gesicherte Straßenseitenwechsel inklusive. Erst nach Durchfahren von Tragöß-Unterort kommt man auf einen schönen Radweg bzw. eine gut radelbare Nebenstraße entlang des klaren Lamingbaches, vorbei am Zenzsee, der an heißen Tagen zum Baden einlädt, und immer angesichts des mächtigen Hochschwab. 

Der letzte Abschnitt ist dann - siehe oben - eine kalte Dusche. Der Weg zwischen allgemeinem Parkplatz und Grünem See ist trotz Kfz-Fahrverbots stark Kfz-befahren, gegen eine kleine Gebühr darf bis auf wenige Meter an das geschützte Naturjuwel herangefahren und alles zugeparkt werden. Der See mit seinen zahlreichen Grün-Schattierungen (zu dieser Zeit vornehmlich Türkis) und den dahinter steil ansteigenden Felsformationen entschädigt für einiges, doch der Kampf um jeden Bankerl- oder Rastplatz am Ufer, die Vielzahl an BesucherInnen - etliche mit nicht immer angeleinten Hunden - auf dem Rundweg trüben den Naturgenuss.   

Hurtig zurück ins Mürztal
Erst auf der Rückfahrt spürt man so richtig, dass man früher 300 Höhenmeter hinaufgeklettert ist. Gschmeidig saust man nun hinunter. Beim Franzbauernhaus in Pichl-Großdorf machen wir Halt; im historischen Bauernhaus wird eine Kunsthandwerkausstellung präsentiert, der Garten lädt zum Verweilen, Emma freut sich über die Pferde nebenan. Um ja den Zug zu erwischen, radeln wir zeitgerecht weiter, zu hurtig, sodass wir in Kapfenberg noch einen kleinen Einkehrschwung machen können.

WW, August 2012