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500 km zwischen Weihnachten und Neujahr

"Festive 500" ist nix für Stubenhocker: Argonaut Horst Koschuta machte mit und radelte zwischen Weihnachten und Silvester 500 km.

Externe Verknüpfung "The Festive 500" versteht sich als Kontrapunkt/ Korrektur zur Völlerei um Weihnachten und stellt zum anderen nach vorne, dass sportlich Radfahren auch im Winter Spaß machen kann. Unter dem Subtitel „Kampf dem Winterschlaf" erlebte es 2012 seine zweite Auflage, initiiert von "Rapha", einer englischen Radsportbekleidungsfirma, in Kooperation mit dem deutschen Rennerad-Magazin "Road-Bike". 

Die Regeln sind denkbar einfach: Man hat vom 24. bis 31.12. Zeit, 500 km nach eigener Wahl abzuradeln und dokumentiert dies mit Fotos, Videos, Zeichnungen, Gedichten, GPS-Tracklogs in einem Blog, in diversen sozialen Netzwerken etc. oder schlicht per E-Mail. Erlaubt ist fast alles, sogar eingereichte Scheidungs-Unterlagen gelten als Beweis (soll der Gründer von Rapha gesagt haben, Anm.). Wer glaubwürdig dokumentiert, bekommt einen Aufnäher und kann verloste und prämierte Preise gewinnen - sogar für das ehrenhafteste Scheitern gibt es einen Trostpreis.

"Tatsächlich sind nicht nur Kälte und andere für die Jahreszeit typische widrige Witterungs- und Straßenbedingungen zu überwinden, es können auch familiäre und partnerschaftliche Verpflichtungen dem Projekt gehörig im Weg stehen", warnt Horst. Für 500 km muss man 15 Stunden (keine Familie, dafür super trainiert) bis über 20 Stunden als Hobbyradler reine Fahrzeit kalkulieren, dazu kommen noch Vor- und Nachbereitung und vermutlich leicht lethargisches Verhalten danach. Das Ganze steht in Opposition zu familiären Verpflichtungen an den und zwischen den Feiertagen.

Drei Grazer aus der Externe Verknüpfung "Rennradkulturgruppe Velocombinat" wollten die 500 km dennoch in Angriff nehmen, darunter Soletto und Horst Koschuta, die am 30. Dezember finishten. Horstl hatte sein Kontingent auf Externe Verknüpfung sieben Ausfahrten mit Längen zwischen 39 und 94 km portioniert und Strecken in engerer und weiterer Wohnumgebung gewählt, die er so wie so zurücklegen musste bzw. wollte. Außerdem nutzte er die Gelegenheit, um am Ende einer für ihn kurzen radportlichen Saison alle seine Fahrräder auszuführen.

Klar sei, so sein Resümee, dass Tempomachen und Kilometerfressen bei winterlichen Verhältnissen zäher funktioniert und dass man öfters - trotz nicht extremer Wetterlage - die Komfortzone verlassen muss. Angepasste Fahrweise ist angesagt, und das heißt mehr Bremsen und öfters aus Kurven heraus beschleunigen, ist gleich mehr anstrengen. Die Tage sind kurz und es braucht es mehr Motivation, denn es heißt: "Jedes Mal in die Kötn raus!".

Auch wenn Horst das Halten seines Gewichtes als Erfolg feiern konnte, stellte er sich danach schon die Frage, inwieweit 500 km in einer Winterwoche gesundheitsförderlich sind. Nicht zuletzt deshalb, weil ihm ein Sturz am vierten Tag einen Rippenbruch eingetragen hat, den er erst eine Woche später, als die Schmerzen ärger wurden, diagnostiziert bekam. 

Externe Verknüpfung Fotostrecke "Festive 500"
Externe Verknüpfung "Festive 500" Tagebuch Horst Koschuta


Finisher Soletto und Horstl
Finisher Soletto und Horstl
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